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5 Gründe, warum Sie die Steuererklärung machen sollten

Alle Jahre wieder nervt die Steuererklärung. Sie wollen sich den Stress mit den Formularen vom Amt lieber sparen? Tun Sie das nicht, denn Sie schenken dem Staat damit viel Geld.

Steuererklärung: Gründe für die Abgabe

Steuererklärung: Warum Sie unbedingt eine Steuererklärung machen sollten. 

Auch 2017 werden sich wieder unzählige Steuerzahler um die Erklärung für das Finanzamt drücken: Zu aufwendig, zu umständlich, zu schwierig. Doch damit verschenken sie richtig Geld. Denn es gibt gute Gründe, sich durch die nervigen Formulare zu arbeiten. Und: Dank Steuersoftware und Co. ist die Erklärung für das Amt deutlich einfacher geworden. Auch Laien, die bislang einen großen Bogen um die Steuererklärung gemacht haben, können mit wenig Aufwand Geld vom Finanzamt zurückbekommen. Also geben Sie sich einen Ruck - es lohnt sich ganz sicher!

1. Steuererklärung bringt richtig Geld 

Laut dem Statistischen Bundesamt bekommen Steuerzahler im Durchschnitt 875 Euro vom Finanzamt erstattet. Bei der Summe scheint es verwunderlich, dass ein Drittel der Steuerpflichtigen gar keine Steuererklärung an das Finanzamt schickt. Rund 90 Prozent der abgegebenen Steuererklärungen bringen eine Rückerstattung mit sich.

2. Rund sechs Stunden für die Steuererklärung

Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat vor einigen Jahren Steuerpflichtige zu ihrer jährlichen Erklärung an das Finanzamt befragt. Das Ergebnis: Rund 6,3 Stunden verbringen die Menschen im Schnitt mit der Steuererklärung. Je höher der Bildungsabschluss, um so länger dauert das Ausfüllen der Felder. Wer als Angestellter arbeitet, die Steuerklasse nicht gewechselt hat (Eheschließung) und keinerlei besondere Ausgaben tätigen musste, kommt mit deutlich weniger Zeit aus. Und: Frauen nehmen sich insgesamt mehr Zeit als Männer für die Steuererklärung. 

3. Steuererklärung abgeben, schnell Geld bekommen?

Wie lange man auf den Steuerbescheid - und somit auf die Rückerstattung - warten muss, ist sehr unterschiedlich. Das Finanzamt in Bielefeld-Außenstadt braucht beispielsweise nur 28 Tage, um den Steuerbescheid zu verschicken. Das Finanzamt in Essen-Nord benötigt dafür 86,6 Tage. Zu diesen Ergebnissen kommt das Online-Portal "Lohnsteuer-kompakt". Insgesamt sind die Finanzämter in Hamburg im Bundesländervergleich am schnellsten, sie brauchen durchschnittlich 45 Tage. Wie lange Sie durchschnittlich auf den Steuerbescheid warten müssen, können sie bei"www.lohnsteuer-kompakt.de" einsehen.

4. Nützliche Helfer für die Steuererklärung

Wer mit den Formularen vom Finanzamt nicht zurechtkommt, nutzt einfach eine Steuersoftware. Die cleveren Helfer erklären jeden Schritt in der Steuererklärung, weisen auf Fehler hin und geben auch gleich die Summe an, die man vom Finanzamt erwarten kann. Die Programme kosten zwischen acht und 35 Euro - die Ausgaben dafür können aber im kommenden Jahr steuerlich geltend gemacht werden. Die Stiftung Warentest hat Steuerprogramme verglichen. Hier gibt es eine Auflistung, wie sich die Programme unterscheiden und was sie kosten.

 

5. Sie haben nichts steuerlich anzubringen? Von wegen!

Das Hauptargument, warum die Steuererklärung nicht erledigt wird: Es gibt nichts abzusetzen. Doch das ist falsch. So kann ein Teil der gezahlten Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge abgesetzt werden. Auch Werbungskosten können pauschal (in Höhe von 1000 Euro!) von den Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit abgezogen werden. Sie beschäftigen eine Putzfrau oder haben Handwerker beauftragt? Auch diese Kosten lassen sich anteilig steuerlich geltend machen. Sie haben hohe Ausgaben für Krankheit oder Scheidung im vergangenen Jahr getätigt? Dann bringen Sie das bei der Steuererklärung an. Kurz gesagt: Im Grunde lohnt sich eine Steuererklärung immer. 

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Steuererklärung: außergewöhnlichen Belastungen

Bei den außergewöhnlichen Belastungen handelt es sich um Ausgaben, die durch Krankheiten, Behinderung oder auch Unterhaltszahlungen entstehen. Allerdings gibt es eine zumutbare Belastungsgrenze. Nur Kosten, die darüber liegen, können Sie auch absetzen. Wie hoch diese Summe ist, richtet sich nach dem Einkommen. Das ist einer der Gründe, warum Steuerzahler diesen Berich meist nicht ausfüllen - und auch keine Quittungen (Medikamente, neue Brille, Behandlungen) aufbewahren. Ein großer Fehler: Der Bundesfinanzhof prüft derzeit, ob diese Grenze zulässig ist (Aktenzeichen: VI R 33/13). Daher sollten Sie bei der Steuererklärung auf diesen Fall hinweisen. Kippen die Richter die Bemessungsgrenze, müssen alle Posten steuerlich berücksichtigt werden.

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