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Bewerberin wird abgelehnt - weil sie eine harmlose Frage stellt

Als die junge Kanadierin Taylor Byrnes sich für einen Job bewarb, fragte sie nach dem ersten Gespräch in einer Mail höflich nach dem Verdienst. Ein Fehler, wie die Personalchefin fand.

Bewerbungsgespräch

Immerhin: Offenbar bekam die Bewerberin am Ende doch noch eine zweite Chance (Symbolfoto)

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein: Wer sich auf einen bewirbt, möchte wissen, wie viel Geld er bekommt. Für eine junge Frau aus Kanada hatte die Frage nach dem Verdienst aber nun ungeahnte Folgen.

Dabei war das erste Bewerbungsgespräch per Telefon laut "Mirror" noch vielversprechend verlaufen. Taylor Byrnes hatte sich auf einen Job beim Lieferservice SkipTheDishes beworben und war eingeladen worden. Die erste Hürde hatte sie überstanden, sie hatte in diesem ersten Gespräch offenbar einen guten Eindruck gemacht, denn es sollte ein zweites folgen. Doch dann stellte Taylor per Mail eine offenbar verhängnisvolle Frage: "Ich hätte noch eine Frage, die ich Ihnen gerne stellen würde. Falls ich den Job am Ende bekomme, was meinen Sie, wie viel ich pro Stunde verdiene?" Die Mail ist sehr vorsichtig und höflich gehalten. "Entschuldigung, ich dachte nur, ich sollte das jetzt fragen. Danke für Ihre Zeit und einen wunderschönen Tag Ihnen :-)", schließt sie.


Unternehmen entschuldigt sich

Ihre Mail hat Taylor nun auf veröffentlicht - ebenso wie die Antwort der Personalchefin. Die war nämlich von der Frage gar nicht begeistert und lehnte die Bewerberin im Gegenzug einfach ab. Die schroffe Begründung: "Ihre Antworten zeigen, dass Ihre Prioritäten nicht mit denen von SkipTheDishes harmonieren." In einer zweiten Mail versuchte die Personalchefin immerhin, ihre Position zu erklären - ohne jedoch die Absage zurückzunehmen. Die Fragen seien zwar berechtigt. Doch man glaube an "harte Arbeit und Beharrlichkeit bei der Verfolgung von Unternehmenszielen" statt daran, sich auf eine Vergütung zu fokussieren.

Bei Twitter fand Taylors Post große Aufmerksamkeit. Tausendfach wurde er retweetet, bis sich auch einer der Gründer des Startups bei ihr meldete. Er verstehe ihren Frust, schreibt er, und es ärgere ihn, wie das gelaufen sei. Das Unternehmen teilte auf Twitter mit, dass man sich bei Taylor entschuldigt und sie zu einem zweiten Gespräch eingeladen habe.



car
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