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In der festgefahrenen Tarifrunde für die Ärzte an Uniklinken stehen die Zeichen auf Streik: Der Marburger Bund erklärte die Gespräche nach der fünften Verhandlungsrunde am Freitag für gescheitert und will seine Mitglieder nun kurzfristig zur Urabstimmung über einen Arbeitskampf aufrufen, wie die Ärztegewerkschaft in Berlin mitteilte.
Nach dem klaren Ja der Verdi-Mitglieder zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder kämpfen jetzt nur noch die Uniklinik-Ärzte für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld.
Hoffnungsschimmer im festgefahrenen Tarifkonflikt der Uniklinik-Ärzte: Am Dienstag ist ein Treffen zwischen dem Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, dem niedersächsischem Finanzminister Hartmut Möllring, sowie Marburger Bund-Chef Frank Ulrich Montgomery geplant.
Im festgefahrenen Tarifstreit um die Uniklinik-Ärzte hat der Marburger Bund den Ländern ein Ultimatum bis zu einer neuen Sondierungsrunde am kommenden Freitag gestellt. Doch eine Einigung ist nicht in Sicht.
Die Fronten zwischen Klinikärzten und den Ländern sind verhärtet; obwohl die ganze Woche über Klinken in 39 Städten bestreikt werden, gibt es keinen neuen Verhandlungstermin. Nun drohen auch die niedergelassenen Ärzte mit baldigem Streik.
Teilerfolg: Die 22.000 Ärzte an deutschen Universitätskliniken bekommen ab kommenden Mai 3,8 Prozent mehr Gehalt. Der Marburger Bund zeigte sich zufrieden, aber nicht euphorisch, mit seiner ursprüngliche Forderung von neun Prozent konnte er sich nicht durchsetzen. Grund zur Freude haben aber die Ärzte im Osten.
In rund ein Dutzend deutschen Unikliniken sind tausende Ärzte in den Streik getreten; hunderte protestieren bei der Auftaktkundgebung in Mainz gegen schlechte Arbeitsbedingungen und für 30 Prozent mehr Gehalt. Weitere Kliniken werden folgen.
Kaum hat der Ärztestreik an den Unikliniken aufgehört, stehen schon wieder Ärzte vor dem Ausstand: Diesmal an den kommunalen Kliniken, denn Städte und Gemeinden wollen den Tarifkompromiss nicht übernehmen.
Drei Monate, nachdem die Ärzte an den Universitätskliniken wegen ihrer Arbeitszeit- und Lohnforderungen in den Streik getreten sind, haben sich die Tarifparteien endlich geeinigt. Doch bei dem erzielten Kompromiss müssen die Ärzte noch "einige Kröten schlucken".
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