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Zara soll Zwangsarbeiter beschäftigen

Die spanische Kleiderkette Zara steht im Verdacht, in Brasilien Zwangsarbeit zu fördern. In mehreren illegalen Schneideratelliers sollen die Arbeiter zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen 14 Stunden am Tag geschuftet haben. Die Arbeitsaufsichtsbehörde spricht von "Sklaverei".

  Von den Arbeitsbedingungen im Produktionsland kriegen die Konsumenten selten etwas mit

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Gegen die Textilkette Zara wird in Brasilien wegen des Verdachts auf Zwangsarbeit ermittelt. Zara werde vorgeworfen, im Bundesstaat São Paulo Arbeitnehmer unter Bedingungen zu beschäftigen, die an Sklaverei grenzten, sagte ein Sprecher der Arbeitsaufsicht.

Die Staatsanwaltschaft habe ihre Ermittlungen im Mai aufgenommen und in Americana, 130 Kilometer südlich von São Paulo, 52 Bolivianer entdeckt, die schwarz und unter gesundheitsschädlichen Bedingungen gearbeitet hätten. Dabei seien Kleider der Marke Zara sichergestellt worden.

Zara nehme Dienste eines brasilianischen Subunternehmers in Anspruch, der wiederum mit mehreren illegalen Schneiderateliers zusammenarbeite. Die Bolivianer hätten "im Schnitt 14 Stunden am Tag unter entwürdigenden Bedingungen gearbeitet", sagte der Sprecher. Zudem seien die hygienischen Zustände in den Unterkünften sehr bedenklich gewesen.

Zwei weitere Schneidereien, die Kleider für Zara herstellten, seien in São Paulo entdeckt worden. Eine Nichtregierungsorganisation hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass Ende Juli 15 Zwangsarbeiter aus diesen Ateliers befreit worden seien.

Der spanische Mutterkonzern Inditex, der dank Zara zum größten Kleiderkonzern der Welt aufstieg, räumte daraufhin Unregelmäßigkeiten ein. Nach Angaben des brasilianischen Arbeitsministeriums wurden gegen Zara wegen zahlreicher Unregelmäßigkeiten bereits mehr als 50 Mal Bußgelder verhängt.

ami/AFP/AFP

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