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Es könnte der Deal des Jahres werden. Die Schaeffler-Gruppe will den Dax-Konzern Continental schlucken. Dass der fränkische Familienbetrieb zu solchen Manövern fähig ist, verdankt er seiner Eigentümerin: Maria-Elisabeth Schaeffler.
Es war ein unerhörter Angriff: Die Unternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler versuchte, Conti zu schlucken. Doch mit der Finanzkrise begann ein Drama. Vorerst letzter Akt: Heute wurde der Conti-Chef ausgetauscht.
Die EU-Kommission hat die Übernahme des Autozulieferers Continental durch den Rivalen Schaeffler genehmigt. Der Zusammenschluss bedeute keine erhebliche Behinderung des Wettbewerbs, so die Kommission. Schaeffler-Chef Jürgen Geißinger will den Deal jetzt schnell perfekt machen.
Die Käufer von deutschen Neuwagen müssen zum Teil so lange auf ihr Fahrzeug warten wie nie zuvor. Für die Verzögerungen seien hauptsächlich neben der großen Nachfrage auch die Zulieferbetriebe verantwortlich.
Conti-Chef Karl-Thomas Neumann hat den Machtkampf mit dem Großaktionär Schaeffler verloren und steht nach einer dramatischen Aufsichtsratssitzung vor der Ablösung. Nur der geschlossene Widerstand der Arbeitnehmerseite hat seine sofortige Absetzung verhindert. Ein Name wird bereits als Nachfolger gehandelt.
Kaum ist der Machtkampf Porsche gegen VW ausgetragen, steht der nächste auf der Agenda: Die niedersächsische Continental AG gegen die Schaeffler Gruppe, die in Baden-Württemberg und Bayern sitzt. Politisch heißt das: Christian Wulff gegen Horst Seehofer und Günther Oettinger.
Schaeffler und die IG-Metall haben sich auf ein 250-Millionen-Euro-Sparpaket geeinigt, das betriebsbedingte Kündigungen verhindern soll. Das Paket sieht unter anderem Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnausgleich vor, den weiteren Einsatz von Kurzarbeit und freiwillige Aufhebungsverträge. Im Gegenzug soll es bis Juni 2010 keine Entlassungen geben.
Der am Abgrund stehende Autozulieferer Schaeffler will sich mithilfe eines drastischen Sparprogramms retten. 4500 Stellen sollen allein in Deutschland wegfallen. Schaeffler versucht, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden - doch die Gewerkschaften kündigten bereits erbitterten Widerstand an.
Den Aktienkurs steigern, Risiken minimieren, Strategien entwickeln: In der Krise erwarten Investoren wahre Wunder von Finanzvorständen. Die können diese Ansprüche kaum erfüllen - Rücktritte und Rauswürfe häufen sich.
Im Machtkampf beim Autozulieferer Continental hat sich Großaktionär Schaeffler durchgesetzt. Nach zähem Ringen trat Conti-Aufsichtsratschef Hubertus von Grünberg von seinem Posten zurück. Neuer starker Mann in dem Gremium wird ein Vertrauter von Firmeneigentümerin Maria-Elisabeth Schaeffler.
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