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Kinderwagen zur Miete: Lohnt sich das - oder zahlen Eltern drauf?

Die Preise für Kinderwagen sind hoch, die Nutzungsdauer allerdings ist kurz. Warum also nicht eine Karre mieten? Das Unternehmen Mama Poppins bietet die neuesten Modelle zum Ausleihen. Taugt das Mietmodell - oder zahlen Eltern drauf?

Kinderwagen gehen schnell ins Geld. Vergleich man online die Preise, wird schnell klar: 1000 Euro und mehr sind keine Seltenheit. Doch wie können Eltern sparen, ohne auch gleich bei der Qualität der Kinderkarre Abstriche hinnehmen zu müssen? Eine Antwort könnte das Start-up Mama Poppins bieten. Das Unternehmen vermietet Kinderwagen. Ob Tagesmiete oder für einige Monate: Kunden bekommen das Modell, das sie aktuell benötigen, und viel Service, berichtet die "Welt".

Das Konzept der Düsseldorfer Firma Mama Poppins funktioniert so: Eltern suchen sich das Lieblingsmodell aus und auch einen Zeitraum, in dem die Karre ausgeliehen werden soll. Das Unternehmen bietet drei Kinderwagen des derzeit angesagten Herstellers Bugaboo an. Nach der Bestellbestätigung zahlen Kunden eine Kaution von 200 Euro bis 500 Euro und die erste monatliche Rate. 

Kinderwagenkauf ist teuer

Es gibt unterschiedliche Abo-Pakete: Wer sich für das 24-Monatsabo entscheidet, kann den Wagen zweimal innerhalb der zwei Jahre wechseln. Beim 12-Monatspaket geht das nur einmal. Die Leihgebühren variieren zwischen 25 bis 55 Euro pro Monat. Sonnenschirm, Becherhalter, Wunschfarbe oder Mitfahrbrett kosten extra. Die Lieferung des Kinderwagens kostet 32 Euro zusätzlich. 

Ein Rechenbeispiel: Ein Kinderwagen wird maximal 24 Monate gebraucht, danach wird er von einem Buggy abgelöst. Wollen Eltern beide Modelle von Bugaboo haben, wird es schnell teuer. Das Modell Donkey kostet in der Anschaffung rund 1100 Euro und wird nach zwei Jahren von vom Modell Bee abgelöst, der rund 550 Euro kostet. Wollen Mama und Papa noch einen Becherhalter für den morgendlichen Kaffee zahlen sie noch mal 20 Euro. Der Fußsack für die kalten Tage kostet 180 Euro. Insgesamt geben Eltern also rund 1850 Euro aus.

Miete spart Geld

Die gleichen Karren kosten zur Miete deutlich weniger: Die Kinderkarre (59 Euro pro Monat) wird für zwölf Monate gemietet. Das kostet mit Liefergebühren (32 Euro), Getränkehalter (ein Euro pro Monat) und dem flauschigen Fußsack (sieben Euro pro Monat)  für die kalten Monate 836 Euro. Danach mieten sich die Eltern für zwei Jahre einen Buggy (25 Euro pro Monat), der kostet inklusive Lieferung 632 Euro. Dazu kommt der Fußsack mit insgesamt 84 Euro und der Getränkehalter für 24 Euro. Insgesamt geben die Eltern für den Buggy also 740 Euro. Insgesamt zahlen die Mieter auch noch 700 Euro Kaution, die aber wieder erstattet werden, wenn die Kinderwagen ohne Schaden zurückgegeben werden.

Lohnt sich auf den ersten Blick für Einzelkinder-Eltern

Eltern können mit dem Mietmodell Geld sparen. Drei Jahre mit gemieteten Karren kosten im Rechenbeispiel 1576 Euro. Gekauft würden Eltern 1850 Euro hinblättern. Miete spart ihnen also 274 Euro. Und: Will die Karre nicht mehr rollen, kümmert sich eine Vertragswerkstatt um die Reparatur. Ein Ersatzgerät wird gestellt.

Allerdings: Ist noch ein Geschwisterchen geplant, geht die Rechnung nicht mehr auf, denn die bereits gekauften Karren können ja weiter genutzt werden. Eltern von Einzelkindern können hier aber ein Schnäppchen machen. Zumindest scheint es auf den ersten Blick so, denn die Kinderwagen, die bei Mama Poppins vermietet werden, sind nicht neu, berichtet die "RP-Online". Das Unternehmen kauft gebraucht Karren auf, lässt sie aufarbeiten - und gibt sie dann in die Vermietung. Zwar sind Bugaboo-Wagen sehr stabil. Aber dennoch hinkt der Vergleich mit einem neuen Wagen, den Eltern anschaffen würden.

Und: Wer Kinderwagen und Buggy neu kauft, kann sie später auch wieder verkaufen. Bei Ebay-Kleinanzeigen werden wenig abgenutzte Karren mit großem Zubehörpaket für rund 400 Euro angeboten.


kg
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