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Warum Bio-Burger bei McDonald's nicht funktionieren

Die große "Weltpremiere" des Bio-Burger von McDonald's war erst im Oktober gefeiert worden: Doch der ganz große Erfolg blieb aus, nun hat die Fastfoodkette den Hamburger von der Karte genommen. Der Bio-Trend sei nur eine Nische.

Mit großem Geklapper hatte McDonald's im Herbst vergangenen Jahres den ersten Bio-Burger des Unternehmens präsentiert. Wobei das Unternehmen selbst nie von bio sprach - denn nur das Fleisch stammte nicht aus konventioneller Landwirtschaft. Brötchen, Salat, Tomaten, Soße - alles kein bio. Und so spotteten viele über den "Ein-bisschen-bio"-Burger. Dennoch: Der Schritt in die nachhaltige Ecke war für den Global-Player McDonald's enorm, schließlich hatten die kleinen Burger-Buden, die aktuell vom Fastfood-Boom profitieren, den Wunsch der Kunden nach Bio-Produkten schon längst erkannt. Nun zog einer der Großen nach. Wenig erfolgreich, wie sich nun zeigt.

Bio-Burger als Testballon

Denn bei McDonald's wird es vorerst keinen Hamburger aus Biofleisch mehr geben. Die Burgerkette hat das Bio-Angebot testweise für Oktober und November in die Speisekarte aufgenommen. Das Echo sei zwar positiv, doch der McB. sei kein Produkt für alle Gäste, heißt es bei McDonald's. Das klingt schwammig: McDonald's hatte von vorneherein klar gemacht, dass der Bio-Burger nur zeitlich begrenzt im Angebot sein würde. Doch die Pläne der Fastfoodkette waren deutlich größer: "Wir haben das Ziel, eine Bio-Linie zu etablieren", sagte Holger Beek der "Bild"-Zeitung. Es gebe eine wachsende Klientel, die Bio-Angebote bevorzugen würde. Ein Trend, von dem McDonald's auch profitieren wollte. "Man will das Image von Bioprodukten für sich selbst nutzen", sagt auch Peter Röhrig, Chef des Bundes Ökologischer Landwirtschaft gegenüber der "taz". 

Burger-Bewegung und McDonald's

"Uns hilft die neue Burger-Bewegung. Andere Anbieter haben uns angespornt, neu zu denken und uns neu zu orientieren", so Beeck weiter. Mit dieser Bewegung meint der den Burger-Boom der vergangenen Jahre.

Doch in den Restaurants und auch neu entstandenen Ketten bekommen Kunden nicht nur pappige Pommes und lieblos zusammengebaute Burger, sondern Snacks hoher Qualität. Sicherlich werden auch dort "nur" Burger serviert, doch sind diese Menüs mit den Angeboten der großen Fastfood-Tempel kaum vergleichbar.

Bio ist eine Nische

Nun zieht McDonald's die Bremse für weitere Bio-Tests. Offenbar konnten die Verkäufe des Bio-Burgers nicht überzeugen. "Bio ist noch eine Nische", hieß aus der deutschen McDonald's-Zentrale in München, so "DPA".  Ein wohl zu kleine Nische für den Marktführer. McDonald's-Chef Holger Beeck hatte  bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass Bio-Angebote nur dann auf der Speisekarte landen würden, wenn sie sich auch verkaufen. "Entscheidend ist aber am Ende natürlich die Akzeptanz beim Gast", so Beeck. Die hat es wohl nicht gegeben.

kg
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