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Keine Mehrheit für Abschaffung des 500-Euro-Scheins

Vor allem Kriminelle lieben ihn: Den 500 Euro-Schein, weil er sich so gut für Geldwäsche und die Abwicklung zwielichtiger Geschäfte eignet. Sicherheitsexperten würden ihn deshalb gern aus dem Verkehr ziehen, doch ihre Initiative findet nicht den Beifall der Mehrheit der Deutschen.

Ein Haufen 500 Euro Scheine

Vor allem Kriminelle lieben 500-Euro-Banknoten

Die Bundesbürger sind uneins, ob der 500-Euro-Schein abgeschafft werden soll oder nicht. Weil vor allem Kriminelle, Terroristen und Steuerhinterzieher die meisten dieser Banknoten horten oder zur Geldwäsche nutzen, plädieren sowohl Sicherheitsexperten als auch eine Gruppe von SPD-Bundestagsabgeordneten um den Finanzpolitiker Jens Zimmermann dafür, den 500-Euro-Schein europaweit aus dem Verkehr zu ziehen. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des stern sind 43 Prozent der Deutschen für die Abschaffung und 42 Prozent dagegen.

Obwohl der Fünfhunderter im Alltagsgeschäft kaum eine Rolle spielt, wollen überdurchschnittlich häufig die 14- bis 29-jährigen Befragten (57 Prozent) nicht auf dieses "Matratzengeld" verzichten. Auch jeder zweite AfD-Anhänger spricht sich gegen die Abschaffung dieser Banknote aus.

Dass der 500-Euro-Schein aus dem Verkehr gezogen werden sollte, befürworten vor allem die älteren Befragten über 60 Jahre (51 Prozent) und die Anhänger der Linkspartei (50 Prozent).

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 28. und 29. Januar 2016 im Auftrag des Magazins stern 1002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. An 100 Prozent fehlende Angaben: weiß nicht. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.



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