22. August 2012, 11:31 Uhr

Senat dementiert Ablösung des Flughafenchefs

Das Desaster um den Hauptstadtflughafen fordert offenbar doch kein weiteres Opfer: Ein Berliner Senatssprecher nannte einen Medienbericht über die Ablösung von BER-Chef Rainer Schwarz "rundum falsch".

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Flughafenchef Rainer Schwarz nach der Aufsichtsratssitzung am 16. August in Berlin. Bislang besteht das Management aus Schwarz als Sprecher der Geschäftsführung und Horst Amann als technischem Geschäftsführer.©

Der Berliner Senat hat Meldungen über eine bevorstehende Ablösung des umstrittenen Hauptstadtflugenhafenchefs Rainer Schwarz zurückgewiesen. "Diese Nachricht einer Zeitung ist rundum falsch", sagte Senatssprecher Richard Meng am Mittwoch. Weder werde Schwarz entlassen noch würden weitere Geschäftsführer berufen.

Die Flughafengesellschaft und der Aufsichtsrat arbeiteten jetzt mit Hochdruck an einem Finanzkonzept und an der Festlegung eines verbindlichen Eröffnungstermins und nicht an Personalfragen, erklärte Meng weiter. Auch der Sprecher der Flughafengesellschaft, Ralf Kunkel, wies den Bericht zurück. "Das sind alles Spekulationen", sagte er.

Trotz schwieriger Lage in Urlaub gefahren

Die "Berliner Morgenpost" hatte berichtet, Schwarz solle voraussichtlich auf der nächsten Aufsichtsratssitzung am 14. September abgelöst werden. Ihm werde vorgeworfen, den Überblick über die Kosten- und Terminplanung verloren zu haben. Außerdem habe er trotz der schwierigen Lage des Hauptstadtflughafens BER seinen turnusgemäßen Urlaub Ende Juli genommen.

Im Laufe des Tages kommen die BER-Gesellschafter, die Länder Berlin, Brandenburg und der Bund, zusammen. Bei dem Treffen geht es um den Jahresabschluss 2011.

Die Inbetriebnahme des Flughafens war im Mai vom 3. Juni dieses Jahres auf den 17. März 2013 verschoben worden. Auch der neue Termin ist jedoch zurzeit noch fraglich.

mad/DPA
 
 
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