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Facebook-Börsengang verläuft enttäuschend

Auf höchstem Niveau ist Facebook an der Börse gestartet. Die Erwartungen waren noch größer – zu groß: Zum Handelsschluss lag das Papier nur 23 Cent über dem Ausgabekurs. Eine Enttäuschung.

Das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook hat ein maues Börsendebüt hingelegt. Die Aktien notierten kurz nach Handelsbeginn am Freitag mit 38 Dollar exakt zu ihrem Ausgabepreis. Nach dem Start waren sie noch bis auf 45 Dollar gestiegen, dann bröckelte der Kurs aber ab. Tiefer als bis auf den Ausgabekurs von 38 Dollar ging es jedoch nicht. Ein Eingreifen der Banken dürfte eine Blamage verhindert haben und der Kurs tippelte Schritt um Schritt wieder nach oben.

Viele Experten hatten ein deutliches Kursplus bei dem weltgrößten Börsengang eines Technologieunternehmens vorhergesagt, es hatte aber auch mahnende Stimmen gegeben. Die Nachfrage der Investoren war in den vergangenen Wochen derart stark, dass Facebook seinen Börsengang mehrfach ausweitete. Deswegen war zum Teil damit gerechnet worden, dass private Anleger, die bei der Aktienplatzierung kaum zum Zuge gekommen waren, im Handel entsprechend beherzt zugreifen.

Zuckerberg begleicht Steuerschulden

Zum Startkurs war das Unternehmen mit seinen 900 Millionen Mitgliedern rund 115 Milliarden Dollar wert. Das Vermögen von Gründer und Chef Mark Zuckerberg schwankt mit jeder Dollar-Marke beim Aktienkurs gleich um 500 Millionen Dollar. Zum ersten Kurs von 42 Dollar war der 28-Jährige 21,1 Milliarden. Dollar schwer.

Insgesamt nahmen das Unternehmen und seine Alteigentümer 16 Milliarden Dollar ein. Zuckerberg hat einen Teil seiner Aktien verkauft, aber nur, um fällige Steuern zu begleichen. Der Gründer behält mit seinem verbleibenden Anteil die Kontrolle fest in der Hand, weil er sich Aktien mit besonders vielen Stimmrechten sicherte.

Schwacher Start belastet die US-Börse

Den Gang an die Börse hatte Firmengründer und -chef Zuckerberg zuvor in der Zentrale im kalifornischen Silicon Valley unter dem Applaus seiner Mitarbeiter mit der traditionellen Startglocke eingeläutet. Der schwache Beginn belastete danach aber auch die US-Börsen insgesamt, an denen die Kurse ins Minus drehten.

Wenn der Preisaufschlag beim Börsendebüt auch nicht so hoch war wie erwartet, so machte das Handelsvolumen doch bereits in den ersten zehn Minuten ein Viertel des Allzeithochs aller US-IPOs aus. Bisher erreichte General Motors bei seinem Neustart 2010 mit 458 Millionen gehandelten Aktien an einem Tag das höchste Volumen eines Börsengangs. In den ersten 20 Handelsminuten erreichte das Handelsvolumen nach Berechnungen des "Wall Street Journal" bereits fünf Prozent des stärksten Handelstags, den die Citigroup während der Finanzkrise erreichte.

"Alles unter 50 Prozent enttäuschend"

Wie groß das Kursplus am ersten Tag ausfallen muss, um als Erfolg zu gelten, darüber waren die Meinungen der Analysten und Experten weit auseinander gegangen. "Ein Sprung von 15 bis 20 Prozent ist im Bereich des Möglichen", sagte Finanzprofessor Tim Loughran. Andere hielten Kursaufschläge von mindestens 30 Prozent für erreichbar. Einer Morningstar-Umfrage zufolge sahen Analysten den Schlusskurs am ersten Handelstag bei 50 Dollar. Manche hingen die Erfolgslatte besonders hoch. "Ich denke, alles über 50 Prozent wird als erfolgreiche Emission betrachtet - alles unter 50 Prozent als enttäuschend", sagte Jim Krampfel, Analyst bei Morningstar.

Doch eins war schon vor dem Debüt der Aktie klar: Der Facebook-Börsengang ist das mit Abstand größte IPO eines Technologieunternehmens aller Zeiten. Insgesamt 18,4 Milliarden Dollar werden erlöst, wenn auch eine Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt wird. Zum Vergleich: Der Internetkonzern Google sammelte beim Börsendebüt 2004 nur knapp 2 Milliarden Dollar ein. Der Ausgabepreis der Google-Aktien lag bei 85 Dollar, am ersten Tag kletterte das Papier auf 100 Dollar. Heute liegt der Kurs bei rund 626 Dollar.

Zuckerberg bleibt Mehrheitseigner

Von den Einnahmen des Börsengangs fließen dem acht Jahre alten Unternehmen selbst nur etwas mehr als die Hälfte zu. Der Rest geht an Geldgeber, die das Potenzial des Onlinetreffpunkts früh erkannt haben. Der 28 Jahre alte Gründer Zuckerberg bleibt auch nach dem IPO Mehrheitseigner.

Mehr als 900 Millionen Menschen weltweit haben ein Facebook-Konto, organisieren ihre Kontakte über das soziale Netzwerk, posten Fotos und teilen Musik mit Freunden. Kritiker bemängeln, dass noch immer nicht klar ist, wie das kalifornische Unternehmen seine Popularität bei den Nutzern in Umsatz- und Gewinnwachstum ummünzen will. Im ersten Quartal diesen Jahres sank der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 205 Millionen Dollar. Der Umsatz ging um sechs Prozent auf 1,06 Milliarden Dollar zurück.

Anzeigen sind die wichtigste Einnahmequelle für Facebook. Problematisch für die Silicon-Valley-Firma ist, dass immer mehr Anhänger über mobile Zugänge wie Smartphones und Tablets das Netzwerk besuchen. In diesen Fällen kann Facebook weniger für Anzeigen verlangen, zudem schalten bisher weniger Konzerne auf mobilen Geräten Werbung.

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