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Aldi verkauft bald Lebensmittel im Netz

Deutschlands größter Discounter Aldi wird Internet-Händler. Kunden können Lebensmittel im Online-Shop einkaufen und sie sich liefern lassen. Zunächst gibt es das Angebot jedoch nicht überall.

  Lange hatte sich Aldi gegen den Online-Trend gewehrt. Jetzt startet der Discounter einen Shop in England.

Lange hatte sich Aldi gegen den Online-Trend gewehrt. Jetzt startet der Discounter einen Shop in England.

Lange hatte sich Aldi gegen den Online-Trend gewehrt. Jetzt bereitet Deutschlands größter Discounter den Einstieg in den Internet-Handel vor. Der Discounter geht erstmals in Europa in einen größeren Praxistest. Allerdings wird Aldi den Shop zunächst in Großbritannien testen, berichtet die "Lebensmittelzeitung". Der britische Markt gilt als ideales Terrain für einen Test. Denn die Verbraucher dort sind ausgesprochen online-affin. Und das E-Commerce-Geschäft mit Lebensmitteln hat dort mittlerweile ein Niveau erreicht, von dem der deutsche Handel noch meilenweit entfernt ist.

Bislang liefern nur wenige Supermarkt-Ketten in Deutschland die Einkäufe nach Hause. Neben einigen Start-ups bringen Rewe und Edeka die vollen Einkaufstüten zu den Kunden. Der Markt ist zwar umkämpft, weil Lebensmittellieferungen als ein lukrativer Zukunftsmarkt gesehen werden. Doch bislang ist das Geschäft kostenintensiv. So musste Rewe zuletzt die Lieferkosten erhöhen.

Bislang wollte Aldi nicht ins Netz

Seit rund zehn Jahren prüft der deutsche Discount-Primus das Geschäftsfeld. Bislang hatte sich das Management stets dagegen entschieden. In Deutschland waren vor allem bei Geschäftsführern der Regionalgesellschaften die Vorbehalte groß, dass mit einem solchen Vorstoß das Geschäft in den Filialen beeinträchtigt werden könnte. Seit rund zwei Jahren machen Beobachter jedoch wieder stärkere Aktivitäten aus. So stellt der Discounter gezielt Online-Profis ein. Zudem holt er sich dem Vernehmen nach auch Rat von Unternehmensberatern.

Lebensmittel aus dem Netz werden Trend

E-Commerce entwickelt sich weiter - das scheinen nun auch die Verantwortlichen bei Aldi zu sehen. Kauften Kunden früher vor allem Bekleidung und Technik, gibt es inzwischen alles im Netz: Werkzeuge, Möbel, Schnaps, Kosmetik - und eben auch Lebensmittel. Nur rund 500 Millionen Euro hat der deutsche Einzelhandel mit Online-Lebensmitteln im vergangenen Jahr umgesetzt - das sind gerade einmal 0,3 Prozent dessen, was die Deutschen insgesamt pro Jahr für Essenseinkäufe ausgeben. Die Unternehmensberater von Ernst & Young erwarten, dass in sechs Jahren der Umsatz auf zwei Milliarden Euro ansteigen könnte.

Online-Shop könnte in ganz Europa kommen

Großbritannien ist nicht der einzige Auslandsmarkt, in dem Aldi sich mit Online-Handel beschäftigt. Zuletzt häuften sich Hinweise, dass auch die Landesgesellschaften in Spanien und Portugal dem Thema größere Aufmerksamkeit widmen. In Australien betreibt Aldi bereits seit gut zwei Jahren einen Online-Shop für Spirituosen.

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