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6. November 2010, 11:19 Uhr

Merkel spricht von Vollbeschäftigung

Das deutsche Jobwunder treibt die Bundesregierung zu kühnen Zielen: Laut Kanzlerin Angela Merkel ist eine Vollbeschäftigung in Deutschland "keineswegs utopisch". Um sie zu erreichen, will sich die Bundesregierung gezielt um Problemgruppen kümmern.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Bezug auf den Arbeitsmarkt in Deutschland sehr optimistisch (Archivbild)© Robert Schlesinger/DPA

Angesichts der robusten Konjunktur und der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Vollbeschäftigung für möglich. "Ich will dem Ziel 'Arbeit für alle' Schritt für Schritt näher kommen", sagte sie dem Nachrichtenmagazin "Focus" laut Vorabbericht vom Samstag. Dies sei keineswegs utopisch. "Es gibt allein über zwei Millionen Menschen, die arbeitsfähig sind, aber Arbeitslosengeld II bekommen. Die müssen und die können wir wieder in Arbeit bringen."

Dazu wolle sich die Bundesregierung gezielt um die Problemgruppen unter den Langzeitarbeitslosen wie Alleinerziehende, Jugendliche mit Migrationshintergrund und Ältere kümmern. "Wenn jemand sich den Angeboten verweigert, müssen wir Sanktionen konsequent umsetzen. Aber jeder soll erst einmal die Chance bekommen, etwas zu leisten", sagte Merkel.

Im Oktober war die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erstmals seit rund zwei Jahren wieder unter die Drei-Millionen-Marke gefallen.

Mit Blick auf die Finanzmarktkrise sagte Merkel weiter, dass trotz der guten Entwicklung diese noch nicht ausgestanden sei. "Wir haben wohl das Schlimmste hinter uns, aber von einer stabilen Weltwirtschaftslage kann noch nicht die Rede sein", sagte sie. "Stabil scheint die Lage in Asien zu sein, aber in den USA und Teilen der EU gibt es noch schwerwiegende Probleme. Wir müssen den Weg aus der Krise sehr vorsichtig gehen."

DPA
 
 
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