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Dauerstreik von Donnerstag bis Freitag

Die Lokführer-Gewerkschaft kündigt den nächsten Ausstand an: Danach soll der Nahverkehr von Donnerstagnacht bis Freitagmorgen lahmgelegt werden. Ob bald auch Fern- und Güterzüge von Streik betroffen sein werden, wird ein Gericht Anfang November entscheiden.

Bei der Bahn werden die Lokführer am Donnerstag und Freitag erneut bundesweit streiken und erstmals länger als einen Tag in den Ausstand treten. Die Lokführergewerkschaft GDL rief ihre Mitglieder auf, von Donnerstagmorgen 2 Uhr bis zum Freitagmorgen um 8 Uhr die Arbeit niederzulegen, wie die GDL jetzt in Frankfurt mitteilte. Damit dürfte es im Regional- und S- Bahn-Verkehr erneut zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen kommen.

Die Hoffnung der Gewerkschaft, ihre Streiks demnächst auch auf den Güter- und Fernverkehr ausdehnen zu können, hat sich vorerst nicht erfüllt. Das sächsische Landesarbeitsgericht in Chemnitz will erst am 2. November entscheiden. Die GDL hatte auf ein Urteil noch in dieser Woche gehofft. Vor dem Landesarbeitsgericht in Chemnitz will die Gewerkschaft in der Berufungsverhandlung erreichen, auch im Fern- und Güterverkehr streiken zu dürfen. Das hatte das Arbeitsgericht Chemnitz Anfang Oktober per Einstweiliger Verfügung verboten. Auch die Bahn legte gegen das Urteil Widerspruch ein. Sie will ein Streikverbot auch für den Nahverkehr erreichen.

Die Gewerkschaft Transnet rief die GDL erneut zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. GDL und Bahn müssten "sofort" Tarifverhandlungen aufnehmen, sagte Transnet-Vorsitzender Norbert Hansen. Jeder zusätzliche Streiktag sei eine Zumutung für die Kunden und gefährde Arbeitsplätze.

DPA/DPA

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