Spanien sucht nach einer Lösung der Bankenkrise. Die Möglichkeiten sind begrenzt. Alles läuft auf Hilfsmittel aus dem Euro-Rettungsfonds hinaus. Die Optionen im Überblick. Von Birgit Jennen, Peter Ehrlich und Joachim Dreykluft
Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy wird nach wochenlangem Zögern voraussichtlich doch Mittel aus den Euro-Rettungsfonds in Anspruch nehmen. Laut mehreren Nachrichtenagenturen soll das am Samstagnachmittag bekannt gegeben werden. Davor beraten die Euro-Finanzminister in einer Telefonkonferenz über Einzelheiten. Bis zur Wahl in Griechenland am 17. Juni müsse eine Lösung für Spanien gefunden werden, sagte ein hochrangiger EU-Vertreter. Ein möglicher Austritt Griechenlands aus der Eurozone könnte für zusätzliche Unruhe im Markt sorgen. Wie viel Geld Spanien für die Banken von der EFSF haben will, stehe noch nicht fest, hieß es. Der Internationale Währungsfonds taxiert den Kapitalbedarf auf mindestens 40 Milliarden Euro. Die Rettung wäre für Spaniens Ministerpräsidenten Mariano Rajoy das Eingeständnis einer Niederlage, weil er immer wieder gesagt hatte, dass er keine EU-Hilfe brauche. Zusätzlich würde dann auch noch der Eindruck entstehen, Rajoy habe sich anders als sein Vorgänger José Luis Zapatero von Deutschland zwingen lassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel drängt Spanien, Hilfsgelder des EFSF anzunehmen. Nach Einschätzung der Tageszeitung "El Mundo" müsste Rajoy sogar zurücktreten, wenn er EU-Hilfen beantragen würde. Ob der politische Preis tatsächlich so hoch ist, ist ungewiss. Das sind Rajoys Optionen:
Übernommen aus ...
zum Heft