Jeder Monat kostet mehr als 35 Millionen

6. Mai 2013, 09:43 Uhr

Wann der neue Berliner Großflughafen BER öffnet, ist noch unklar. Klar ist aber, was die Verzögerungen beim Hauptstadt-Airport Monat für Monat kosten: 35 bis 40 Millionen Euro.

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Bis zur Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER sind Monat für Monat über 35 Millionen Euro fällig©

Die Verzögerungen bei der Eröffnung des neuen Hauptstadt-Flughafens BER kosten einem Bericht zufolge jeden Monat 35 bis 40 Millionen Euro. Diese Zahl habe Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn bei einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium genannt, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf ein Sitzungsprotokoll. Die Kosten fallen demnach für die Instandhaltung des BER an, für das von Mehdorn initiierte Bauprogramm "Sprint" und für notwendige Modernisierungen am Flughafen Tegel, der länger als geplant offen bleiben muss.

Entsprechend könnten die Gesamtkosten deutlich ansteigen. Bislang soll der Airport Berlin-Brandenburg 4,3 Milliarden Euro kosten. Verzögert sich die Eröffnung noch bis Ende kommenden Jahres, würde der BER den neuen Zahlen zufolge über fünf Milliarden Euro kosten. Eine Inbetriebnahme des BER könnte aber auch scheibchenweise erfolgen, wie Mehdorn in einer Sendung des RBB sagt, die am Dienstag ausgestrahlt werden soll.

Die Eröffnung des BER wurde bislang viermal verschoben. Grund sind unter anderem massive Mängel an der Brandschutzanlage. Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte die Kosten für die Instandhaltung des Flughafens in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus kürzlich mit 270.000 Euro im Monat angegeben. Der größte Posten ist demnach die Reinigung des Gebäudes und der Anlagen.

Klarheit über Start des Hauptstadtflughafens im Sommer

Wann der neue Hauptstadtflughafen schließlich öffnet, darüber wird es laut Bundesverkehrsministerium bis zum Juli oder August Klarheit geben. Das habe Flughafenchef Mehdorn der Ministeriumsarbeitsgruppe "Soko BER" mitgeteilt, hieß es aus dem Ministerium. Dann sei auch eine belastbare Kostenprognose möglich.

Mehdorn habe außerdem angekündigt, die nördliche Start- und Landebahn nicht vorzeitig sanieren zu wollen. Die Arbeiten seien nun wie ursprünglich geplant für 2016/2017 vorgesehen, heißt es im Protokoll der Sitzung vom 18. April. Die Piste dient derzeit noch dem alten Schönefelder Flughafen und ist sanierungsbedürftig.

brue/AFP/DPA
 
 
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