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S21 - das größte Sicherheitsrisiko des Landes

Kanzlerin Merkel erklärte S21 für entscheidend über die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Absurd - denn sicherheitstechnisch ist der Bau ein Relikt des 20. Jahrhunderts und eine Gefahr für die Bürger.

Ein Kommentar von Arno Luik

  "Oben bleiben" war das Motto der S21-Gegner. Erhört wurden sie bislang nicht. Womöglich ändert das neue Gutachten zum Sicherheitskonzept jedoch diese Einschätzung.

"Oben bleiben" war das Motto der S21-Gegner. Erhört wurden sie bislang nicht. Womöglich ändert das neue Gutachten zum Sicherheitskonzept jedoch diese Einschätzung.

Vor genau zwei Jahren machte die Kanzlerin Angela Merkel Stuttgart 21 zur Chefsache. S21, sagte sie im Herbst 2010, entscheide über "die Zukunftsfähigkeit Deutschlands". Wie bitte? Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands hängt davon ab, dass ein bestens funktionierender Bahnhof zerschlagen, verkleinert und in die Tiefe versenkt wird?

Wenn S21 für die Zukunft steht, dann ist es eine überaus düstere Metapher. Diese Zukunft geht über Menschen hinweg. Das muss so hart gesagt werden. Die aktuellen Urteile über das Sicherheitskonzept lassen keine andere Schlussfolgerung zu.

Fakten schaffen

Jetzt erklärt sich auch, weshalb die Verantwortlichen bei Politik und Bahn so rüde vorgingen, weshalb sie – obwohl es vom Bauablauf her – noch völlig unnötig war, die Flügel des denkmalgeschützten Bahnhofs zerstören, die Bäume im Schlossgarten rausreißen ließen. Sie wussten, die Kosten für S21 werden unkontrollierbar explodieren. Sie wollten unumkehrbare Fakten schaffen. Sie wollten aber vor allem, dass die Bürger in ihrem Widerstand gegen S21 resignieren und irgendwann sagen: "Jetzt ist schon so viel passiert, baut halt das Zeugs!"

Geldverschwendung ohne Rücksicht auf die Gesundheit

Augen zu und durch, das ist offenkundig ihre Devise. Um das unsinnige Megaprojekt S21 finanziell irgendwie stemmen zu können, wird so auch am Allerwichtigsten gespart: der Sicherheit. Es ist unglaublich: Der Bau soll für die Zukunft stehen, ist aber sicherheitstechnisch ein Relikt des 20. Jahrhunderts – fast alles ist zu eng und zu knapp konzipiert. Es ist so, als ob heute eine Firma Autos baute - ohne Sicherheitsgurte, Nackenstützen, Airbags. Aber diese Autos als hypermodern, supersicher, schlichtweg perfekt den Kunden andrehen möchte. So ist es mit S21. Es entspricht längst nicht mehr den deutschen oder internationalen Normen. Fahrlässig wird mit dem Leben der Pendler und Reisenden umgegangen. Nur ein Beispiel: Im St.-Gotthard-Tunnel gibt es alle 350 Meter Rettungsstollen, in Stuttgart alle 500 Meter.

Es ist bizarr: Da kämpft die Politik dafür, dass Kinder nur noch mit Sturzhelmen Rad fahren sollen; die Politik kämpft dafür, dass Alkoholtrinken in immer mehr öffentlichen Bereichen erschwert wird; immer häufiger gängelt die Politik mit Geboten und Vorschriften – angeblich zum Schutz der offenbar überforderten Bürger.

Und gleichzeitig verschwendet diese Politik unabsehbar viele Milliarden Euro in ein Projekt, das nicht nur den Schienenverkehr massiv verschlechtert, sondern auch das Leben ihrer Bürger konkret gefährdet. Die Politik weiß das, aber es ist ihr egal.

Im Grundgesetz heißt es, jeder hat das Recht auf Leben und die körperliche Unversehrtheit. S21 nimmt darauf keine Rücksicht.

Eine Politik, die noch immer S21 durchsetzen will, ist das größte Sicherheitsrisiko dieses Landes.

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