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Bahn sagt auf Facebook leise sorry

Der Mainzer Hauptbahnhof ist nachts von Fernzügen abgekoppelt. Der Grund: Zu viele Krankmeldungen in der Urlaubszeit. Ein Bahn-Mitarbeiter entschuldigt sich auf Facebook. Das alles sei ein Sonderfall.

  Kein volles Programm: Die Bahn entschuldigt sich für den eingeschränkten Verkehr am Mainzer Hauptbahnhof.

Kein volles Programm: Die Bahn entschuldigt sich für den eingeschränkten Verkehr am Mainzer Hauptbahnhof.

Die Deutsche Bahn hat für das Chaos am Mainzer Hauptbahnhof wegen massiver Personalprobleme auf Facebook um Verzeihung gebeten. "Für die derzeitigen Einschränkungen möchte ich mich entschuldigen", antwortete ein Mitarbeiter am Mittwoch in dem Sozialen Netzwerk auf Beschwerden einer Nutzerin. Die Situation sei "wahrlich nicht schön".

Seit vergangenem Freitag ist der Verkehr am Hauptbahnhof nachts stark eingeschränkt - vom Fernzugverkehr ist die Landeshauptstadt in der Nacht abgekoppelt. Nach neuester Auskuft der Bahn werden die Probleme nicht wie eigentlich angekündigt am Montag behoben sein: "Ich gehe davon aus, dass es auch in der nächsten Woche zu Einschränkungen kommen wird", sagte ein Bahnbevollmächtigter am Mittwoch.

"Ein ähnlicher Vorfall ist mir nicht bekannt"

Die Bahn begründete die Probleme mit einem nicht vorhersehbaren hohen Krankenstand während der Urlaubszeit. Das Stellwerk könne nicht ausreichend besetzt werden. Sie spricht von einem Sonderfall. "Ein ähnlicher Vorfall ist mir nicht bekannt", versicherte eine Bahnsprecherin für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die Personalplanung habe alles versucht, um für den Mainzer Hauptbahnhof einen regulären Betrieb zu gewährleisten. Das sei aber nicht möglich gewesen.

Es gibt auch andere Erfahrungen: Eine Reisende des ICE 1608, der den Berliner Hauptbahnhof am Dienstag um 16.16 Uhr verlassen sollte, berichtete, dass sie in Hamburg erst um kurz nach 23 Uhr eintraf - also mit fünf Stunden Verspätung. Ihr Zug sei zu spät losgefahren, unter anderem, weil die Bahn der Durchsage zufolge auf Zugpersonal gewartet habe. Dann habe der umgeleitete ICE zunächst lange in Magdeburg gestanden und sei in Hannover ausgesetzt worden. Als Grund habe eine Bahnmitarbeiterin gesagt, dass das Zugpersonal seit dem frühen Morgen im Einsatz sei und nicht mehr könne. Für die Fahrgäste stellte die Bahn Busse bereit, die nachts nach Hamburg fuhren.

mad/dho/DPA/DPA

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