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Bill Gates will 46 Millionen Euro bei CureVac investieren

Bill Gates und Dietmar Hopp investieren Millionen in den Tübinger Impfstoff-Hersteller CureVac. "Wir wollen todbringende Krankheiten verhindern", sagte SAP-Gründer Dietmar Hopp zur Begründung.

Von Matthias Thieme und Thomas Steinmann

  Microsoft-Gründer Bill Gates will 46 Millionen Euro in den Tübinger Biotech-Konzern Curevac investieren

Microsoft-Gründer Bill Gates will 46 Millionen Euro in den Tübinger Biotech-Konzern Curevac investieren

Zwei der reichsten Männer der Welt haben sich zusammengetan, um in Deutschland mit neuen Methoden Impfstoffe entwickeln zu lassen: Microsoft-Gründer Bill Gates und SAP-Gründer Dietmar Hopp investieren im großen Stil in den Tübinger Impfstoff-Hersteller CureVac. Gates pumpt über seine Stiftung 46 Millionen Euro in den Tübinger Biotech-Konzern, Hopp ist dort bereits Haupteigentümer. Zudem werde die Bill-&-Melinda-Gates-Stiftung Programme des Unternehmens zur Entwicklung von Impfstoffen finanzieren, teilte CureVac mit und bestätigte damit Informationen des Wirtschaftsmagazins "Capital".

Dabei geht es um Mittel gegen virale, bakterielle und parasitäre Infektionskrankheiten wie etwa das Rotavirus und HIV. Im Fokus stünden Krankheiten, von denen überdurchschnittlich viele Menschen in den ärmsten Ländern der Welt betroffen sind, sagte Dietmar Hopp im Interview mit Capital: "Was gar nicht hoch genug bewertet werden kann, sind die enormen Auswirkungen auf die gesellschaftliche Entwicklung gerade in den Ländern der sogenannten dritten Welt, wenn viele, leid- und todbringende Krankheiten durch Impfungen verhindert werden können", sagte der Milliardär. "Dies sollte auch einen dramatischen sozialpolitischen Wandel nach sich ziehen."

Dass sich Microsoft-Gründer Bill Gates über seine Stiftung an der Tübinger Impfstofffirma beteiligt, wertete Hopp als Auszeichnung und Bestätigung seines Biotech-Engagements: "Natürlich ist das noch keine endgültige Erfolgsgarantie", so Hopp. "Aber in der Fußballersprache würde ich es so formulieren: Dieses Unternehmen ist unser Ronaldo."

Nach dem Einstieg der Gates-Stiftung bei dem Tübinger Impfstoffhersteller CureVac strebt Haupteigentümer Dietmar Hopp mittelfristig einen Börsengang des Unternehmens an. "Bislang gab es in Deutschland wenig Biotech-Börsengänge. Der Name Gates hat aber auch in Deutschland einen guten Klang, und es könnte sein, dass wir mit CureVac am Ende vielleicht, trotz der hiesigen Zurückhaltung, den Börsengang in Deutschland wagen", sagte der SAP-Gründer zu Capital (Heft 4/2015). Hopp gehören über seine Biotech-Investmentgesellschaft rund 90 Prozent an CureVac. Insgesamt ist der SAP-Gründer an 17 Biotechfirmen beteiligt, sieben davon gelten inzwischen als erfolglos. Nach Capital-Informationen haben sich Hopps Berater bereits von einer führenden Investmentbank bestätigen lassen, dass ein Börsengang für CureVac erfolgversprechend sei. Hopp setzt nun darauf, dass der Deal mit der Gates-Stiftung der gesamten deutschen Biotechbranche Rückenwind gibt.

Das ganze Interview mit Dietmar Hopp lesen Sie in der April-Ausgabe von Capital, die am 19. März erscheint.

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