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19. August 2008, 12:24 Uhr
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Fast acht Prozent mehr Geld für Manager

Vorstandsmitglieder aus einem der 30 deutschen Dax-Konzerne verdienen im Jahr durchschnittlich knapp drei Millionen Euro. Damit stehen sie auch international gut da. Denn Amerikaner oder Franzosen erhalten weniger Gehalt. Der bestverdienende deutsche Dax-Manager kommt nach wie vor von einer Bank.

Josef Ackermann steht beim Gehalt an der Spitze der Dax-Vorstände© Arne Dedert/EPA

Deutschlands Top-Manager haben von der Rekordjagd ihrer Unternehmen im vergangenen Jahr kräftig profitiert: Für das Geschäftsjahr 2007 kassierte ein Vorstandsmitglied im Deutschen Aktienindex Dax insgesamt durchschnittlich 2,92 Millionen Euro und damit 7,75 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) errechnet hat.

Spitzenverdiener unter den Vorstandsvorsitzenden war erneut Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, dessen Bezüge sich nach DSW-Mitteilung in Frankfurt auf 13,98 Millionen Euro summierten. Für die von Politikern kritisierten "Gehaltsexzesse" bei Top-Managern fanden die Aktionärsschützer aber "bis auf wenige Ausnahmen keine Anhaltspunkte". Schärfere Gesetze seien nicht nötig.

Auch bei den - erstmals von der DSW untersuchten - MDAX-Unternehmen gab es im Schnitt ein kräftiges Gehaltsplus. Bei den 50 mittelgroßen Unternehmen verdiente ein durchschnittliches Vorstandsmitglied 1,48 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Bezüge im MDAX um 8,34 Prozent. Top-Verdiener unter den MDAX-Vorständen ist nach den DSW-Zahlen Puma-Chef Jochen Zeitz mit einem Gesamtgehaltspaket von 7,2 Millionen Euro.

Im internationalen Vergleich sehen die Aktionärsschützer in deutschen Vorstandsetagen keinen Grund zur Klage: Mit einem Bargehalt von 3,825 Millionen Euro verdiene ein durchschnittlicher DAX-Vorstandschef deutlich mehr als seine Kollegen in Frankreich (2,3 Millionen Euro), der Schweiz (2,99 Millionen Euro) und den USA (3,03 Millionen Euro).

DPA
KOMMENTARE (5 von 5)
 
ganzbaf (20.08.2008, 12:58 Uhr)
Aber...

nicht jeder verdient, was er bekommt ;-)
malibuli (20.08.2008, 12:37 Uhr)
Jeder bekommt das, was er verdient
sollte es mal mehr sein, sollte sich der Gesetzgeber zusammen mit den Aktionären bemühen, eine demokratischere Lösung für die Gehaltsfindung von AG-Vorständen zu definieren. Ich finde 100 Mio für iedeking sind ok, bei anderen sind 2 schon viel zu viel.
ganzbaf (19.08.2008, 18:49 Uhr)
Zuvielverdiener...

am laufenden Meter (-:
Dazu noch meist geistige Minderleister mit viiiel leistungslosem Zusatzeinkommen aus Aktienbesitz o.ä.
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Pfui Spinne! Ihr seid aber sowas von verkommen!
Ihr kommt alle in die Hölle...! ;-Pü
knilch_59 (19.08.2008, 15:18 Uhr)
Genau so nicht! - @vegefranz
Diese Leute tragen zur Wohlfahrt bei, indem sie NICHTS unversucht lassen, ihr möglichst viele Menschen anheim fallen zu lassen! Und es geht hierbei nicht um irgendwelche Chefs, sondern um die Leiter von Unternehen(sgruppen) mit i.d.R. mehreren Tausend Beschäftigten.
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Den meisten dieser Manager fehlt ein Ethik-Code mit folgenden Mindestanforderungen:
a) der eigene Verdienst darf nicht nur in Abhängigkeit zum Unternehmensgewinn, sondern auch zur Lohn- und Gehaltssumme gesehen werden
b) ein Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft dahingehend, dass man über die Produkte miteinander konkurriert anstatt darüber, wer seine Mitarbeiter am Schlechtesten bezahlt
c) Ein klares Bekenntnis zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit aktiver Förderung von Teilzeitarbeit auch in den mittleren und oberen Ebenen, flächendeckendem Rechtsanspruch auf Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (nicht nur für High-Potentials und handverlesene Leute)
d) ein klares Bekenntnis zu sozialer und wirtschaftlich stabilen Rahmenbedingungen für die Beschäftigten durch Verzicht auf outsourcing und Verwendung von Leih- und Zeitarbeit nur temporär zum Ausgleich von Arbeitsspitzen
e) ein Bekenntnis zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit ordentlichen Gewerkschaften, Boykott statt Zuspruch zu arbeitgeberfinanzierten Organisationen, wie z.B. AUB und im Postdienstleistungsbereich, Verzicht auf Tarifflucht (Ein Betrieb – Ein Arbeitgeber – Ein Tarifvertrag, keine Arbeitnehmer erster, zweiter und Dritter Klasse)
f) variable Bezüge nur auf Basis einer mehrjährigen Kette, die sich an der Laufzeit des Vorstandsvertrags orientiert und auch danach erst mit einer Zeitverzögerung von einem Jahr ausgezahlt wird
Auf dieser Basis gönne ich den Unternehmen ihre Gewinne und den Vorständen ihre Gehälter, dann hätten sie sie sich nämlich wirklich verdient!
vegefranz (19.08.2008, 12:39 Uhr)
das gehalt sei diesen leuten gegönnt, wenn...
die sich fleissig dafür einsetzen, daß die Unternehmen laufen und zur gesamtwohlfahrt beitragen. Leider ist zu befürchten, daß hier gleich wieder die Sozialneider rumheulen
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