Toyota und Honda rufen Millionen Autos zurück

11. April 2013, 09:22 Uhr

Erneuter Massen-Rückruf in Japans Autoindustrie: Die führenden Hersteller Toyota, Nissan, Honda und Mazda rufen weltweit knapp drei Millionen Autos zurück. Grund sind möglicherweise defekte Airbags.

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Wieder eine Rückrufaktion im Hause Toyota: Bislang soll es fünf Fälle von Fehlfunktionen bei Airbags gegeben haben.©

Die japanischen Autohersteller Toyota und Honda rufen weltweit knapp drei Millionen Autos wegen möglicherweise defekter Airbags zurück in die Werkstätten. Auch der Konkurrent Nissan rief mehr als 130.000 Autos zurück, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Nach Informationen der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press ist auch Mazda betroffen.

Allein der weltweit größte Autohersteller Toyota ruft 1,73 Millionen Fahrzeuge zurück, 490.000 davon in Europa. Betroffen seien die Modelle Yaris, Corolla, Avensis, Picnic, Camry und Lexus, sagte der Sprecher. Besitzer seien aufgerufen, den Wagen in die Werkstatt zu bringen, den Beifahrer-Airbag überprüfen und wenn nötig austauschen zu lassen. Das daure je nach Modell eine bis zweieinhalb Stunden und sei für den Kunden kostenlos.

Laut Toyota sollen die betroffenen Autos in den Jahren 2000 bis 2004 gebaut worden sein. Bislang habe es fünf Fälle von Fehlfunktionen bei den Airbags gegeben, bei denen aber niemand verletzt worden sei. Sie blasen sich im Falle eines Unfalls demnach nicht ordnungsgemäß auf. Ein Toyota-Sprecher sagte, die Airbags könnten unter Umständen sogar Feuer fangen. Bislang sei dies aber nicht passiert. Die Airbags stammen vom japanischen Zulieferer Takata, dessen Europa-Sparte nach eigenen Angaben einst zusammen mit Daimler den allerersten Airbag entwickelte. Takata machte im Geschäftsjahr 2011/2012 zuletzt rund drei Milliarden Euro Umsatz. Die Internet-Seite von Takata war am Donnerstagmorgen vorübergehend nicht mehr erreichbar.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg beliefert Takata fast alle großen Autohersteller der Welt. Neben den betroffenen Japanern sind die deutschen Autobauer Daimler, Volkswagen und BMW demnach ebenso darunter wie die US-Hersteller Ford und General Motors sowie der italienische Konzern Fiat oder Hyundai aus Südkorea.

kmi/DPA/AFP
 
 
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