10. November 2010, 16:02 Uhr

Boeings Riesenflieger braucht noch länger

Während Konkurrent Airbus Rekordzahlen meldet, muss Boeing bei seinem Langstrecken-Riesen Dreamliner weiter auf die Bremse treten: Die Fluggesellschaften müssen noch länger auf die Auslieferungen warten.

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Die Boeing 787, genannt Dreamliner: Mit dem Prestigeprojekt gibt es Probleme©

Der US-Luftfahrtkonzern Boeing hat erneut Probleme mit seinem neuen Langstreckenflugzeug Dreamliner 787: Der Hersteller gab am Dienstag bekannt, dass sich die Erstauslieferung auf das dritte Quartal verschiebt. Das ist mehr als drei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan.

Boeing beklagte von Anfang an massive Probleme mit den eingesetzten Verbundmaterialien sowie mit unzuverlässigen Zulieferern. Zuletzt hatte ein Brand in der Bordelektronik einer Testmaschine das gesamte Programm zurückgeworfen. Nun soll die Stromversorgung überarbeitet und eine neue Kontrollsoftware eingespielt werden.

Der Dreamliner ist Boeings Zukunft

Boeing macht seine Zukunft von dem mittelgroßen Flugzeug abhängig. Es ist das erste neue Modell seit mehr als zehn Jahren. Bei Langstreckenflügen sollen die Dreamliner bis zu 20 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen. Japans ANA hat insgesamt 55 Dreamliner bestellt, um ihre Flotte von kerosinschluckenden Maschinen allmählich durch umweltfreundlichere Modelle zu ersetzen.

Boeing startete das Dreamliner-Programm im April 2004 und hatte zunächst geplant, das erste Flugzeug im ersten Halbjahr 2008 an ANA zu liefern. Doch die Maschine, die Sitzplätze für 330 Passagiere bietet, konnte erst im Dezember 2009 zu ihrem Jungfernflug abheben. Die Verzögerungen im 787-Programm haben Boeing bereits Milliarden von Dollar gekostet. Mehrere Fluggesellschaften stornierten ihre Bestellungen.

fw/DPA
 
 
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