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Deutsche Bahn erhält grünes Licht für Eurotunnel

Nach langer Prüfung hat die zuständige Sicherheitskommission für den Tunnel der Deutschen Bahn die grundsätzliche Genehmigung für Passagierzüge erteilt. Doch vor 2016 werden wohl keine ICEs rollen.

  Die Deutsche Bahn darf künftig Züge durch den Ärmelkanaltunnel nach London schicken

Die Deutsche Bahn darf künftig Züge durch den Ärmelkanaltunnel nach London schicken

Die Deutsche Bahn darf ihre ICE-Züge künftig durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal nach London schicken. Die für die Sicherheit zuständige Kommission habe grünes Licht für die Deutsche Bahn gegeben, teilte am Freitagabend die Betreibergesellschaft Eurotunnel mit. Bis die ersten Züge von Deutschland nach London fahren, dürfte es allerdings noch Jahre dauern - Grund sind verspätete Zuglieferungen von Siemens.

Nach drei Jahren eingehender Prüfungen habe die Sicherheitskommission die Deutsche Bahn für den Passagierverkehr durch den Tunnel zugelassen, erklärte Eurotunnel. "Zwanzig Jahre nach der Inbetriebnahme öffnen die Behörden endlich den Tunnel für alle", sagte Eurotunnel-Chef Jacques Gounon. Das sei ein "formidabler Fortschritt für Millionen Reisende".

Eurotunnel hofft auf mehr Passagiere

Bislang pendeln nur Züge von Eurostar unter dem Ärmelkanal. Eurostar ist eine Tochter des öffentlichen französischen Bahnkonzerns SNCF. Der Betreiber Eurotunnel hofft durch den Einstieg der Deutschen auf drei bis vier Millionen zusätzliche Passagiere jährlich - derzeit sind es etwa zehn Millionen.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn begrüßte die Genehmigung. Die ersten deutschen ICE würden voraussichtlich allerdings erst 2016 durch den Tunnel fahren, sagte er. Die Bahn will täglich Züge zwischen Frankfurt am Main sowie Amsterdam und London anbieten. Ursprünglich sollten diese bereits Ende dieses Jahres durch den Ärmelkanal fahren. Die Auslieferung der Züge durch Siemens verzögert sich allerdings, da der Technologiekonzern die notwendige Signaltechnik fürs Ausland an Bord der Züge nicht rechtzeitig einbauen konnte.

ds/AFP/AFP

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