Großbanken sollen betrogen haben

13. Mai 2010, 10:43 Uhr

Laut einem Medienbericht ermittelt die New Yorker Staatsanwaltschaft gegen acht Banken. Sie sollen Rating-Agenturen beschummelt haben, um eine bessere Bewertung bei ihren Hypotheken-Geschäften zu bekommen. Der Verdacht richtet sich auch gegen die Deutsche Bank.

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Die Immobilienkrise in den USA beschäftigt die Wall Street weiter©

Haben sich Großbanken durch gezielte Falschinformationen bessere Bewertungen bei den Rating-Agenturen erschlichen? Laut einem Bericht der "New York Times" vom Donnerstag hat die New Yorker Staatsanwaltschaft Untersuchungen gegen acht Finanzinstitute eingeleitet - darunter auch die Deutsche Bank.

Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, die Banken hätten Rating-Agenturen in die Irre geführt und sie so zu einer besseren Bewertung von Hypothekenpapieren gebracht, wie das Blatt berichtet. Demnach stehen neben der Deutschen Bank auch die Institute Goldman Sachs, Morgan Stanley, UBS, Citigroup, Credit Suisse, Crédit Agricole und Merrill Lynch im Visier der Ermittler.

Bei den hinters Licht geführten Rating-Agenturen soll es sich um Standard & Poors, Fitch und Moodys handeln. Durch die positiveren Bewertungen seien Investoren zum Kauf der Papiere veranlasst worden.

Auch Börsenaufsicht eingeschaltet

Das Büro des New Yorker Generalstaatsanwalts Andrew Cuomo und die Börsenaufsicht SEC arbeiteten bei den Untersuchungen "Hand in Hand", berichtete das "Wall Street Journal". Es handele sich bislang jedoch nur um Vorermittlungen. Die Investmentbank Morgan Stanley wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, sie sei bislang nicht von den Behörden kontaktiert worden.

Wie die "New York Times" unter Berufung auf Ermittlungskreise berichtete, sollen die Hypotheken-Abteilung der Banken zudem Mitarbeiter der Rating-Agenturen angeheuert haben, um Hypothekenpapiere mit einer guten Bewertung auflegen zu können.

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KOMMENTARE (10 von 17)
 
Styx2007 (14.05.2010, 14:19 Uhr)
Ach wirklich????
Tolle Neuigkeit! Jedem Idioten sollte klar sein, dass bei diesem System der "tollen" Ratingagenturen, die von den banken bezahlt werden, deren Schrott sie zu prüfen haben, wohl nicht alles richtig laufen kann, oder?? Oder ist hier wirklich jemand so bescheuert und glaubt, dass sich die Ratinagenturen - die komischer weise alle in den USA sitzen - selber den Ast absägen, auf dem sie sitzen???? Dass da die banken vielleicht ein bischen frisierte Zahlen abgegeben haben, spielt da doch kaum noch eine Rolle. Das Grundprinzip ist schon mehr als grenzdebil und lässt doch gar keine Objektivität zu - jeder idiot sollte in der Lage sein, das zu begreifen!
axlxexxx (13.05.2010, 20:00 Uhr)
Bertolt Brecht...
...hatte doch auch schon was dazu gesagt...
chatahootchee (13.05.2010, 18:42 Uhr)
SCHON IMMER GESAGT:
Gestern war es 'crime', heute ist es 'banking'.
Onzapintada (13.05.2010, 18:35 Uhr)
Streiten wir uns doch nicht, wir wollen doch alle froehlich sein
In den USA gibt es immerhin eine Boersenaufsicht SEC, die dortige Staatsanwaltschaft erhebt sogar Anklage, und Gerichte dort werfen sogar manchmal Bankster in den Knast.

In D wuerde sich da Ganze so abspielen: Es ist doch egal, wer hier wen hinters Licht gefuehrt hat, die Rating-Agenturen die Banken, oder die Banken die Regierung, oder die Banken die Industrie, oder die Industrie die Arbeiter. Oder die Bankster die Mittelschicht. Oder neoliberalen Regierungs-Professoren im Auftrag der Banken die Oeffentlichkeit, damit diese Lohnverzicht und Vermoegenstransfer an die Geldelite gutheisst, damit letztere die naechste Blase aufpumpen kann. Und im Fall des Platzens leider, leider noch einmal zur Kasse bitten muss, um ihre Plaetze in den Luxus-Suiten der Ersten Klasse zu behalten.

Aber streiten wir uns doch nicht, wir wollen doch alle froehlich sein in unserem Hartz-4-Land.

Diese Diskussionen moegen ein paar dissidente Volkswirte und andere Akademiker fuehren, die Oeffentlichkeit braucht sich damit nicht zu belasten. Und Staatsanwaelte haben sich hier gefaelligst aus Angelegenheiten der Oberschicht herauszuhalten, es sei denn, einer der Oberen wie der Post-Chef kommt einer echten Oligarchin von ganz oben und ihrem PIN-Versand mit Mindestloehnen in die Quere.

Dann ist der Standort in Gefahr.
Da statuieren deutsche Richter schon mal ein Exempel.
RDUKE7777777 (13.05.2010, 18:01 Uhr)
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Was kommst als Nächstes?

Politiker verfolgen NICHT die Interessen der Bürger.
Die Wirtschaft will NICHT unser Bestes.
Deutschland wird NICHT in Afghanistan verteidigt.
jetrabbit (13.05.2010, 16:00 Uhr)
stern.de
ich muss mich manchmal über eure artikel wundern. es klingt so, als ob ihr erst heute herausgefunden habt, das bankster bankster sind.
Tommy1980 (13.05.2010, 15:32 Uhr)
gamew over
http://i39.tinypic.com/2m6a3ux.jpg
muemmelfrau (13.05.2010, 14:59 Uhr)
Hornberg
bla bla bla
hornberg ist gleich hinten links
AttaTroll (13.05.2010, 14:14 Uhr)
Bankster
Niemals zuvor hatten die Bankster so leichtes Spiel mit einer deutschen Bundesregierung: Wie haben eine Kanzlerin die nichts weiß und nichts kann und einen Finanzminister, der Geld kofferweise in Empfang nimmt und sich hinterher an nix erinnert. Was kann man von solchen Politikern auch schon erwarten?
Mastergirl (13.05.2010, 13:56 Uhr)
Große Koalition
eigentlich regiert Frau Merkel in einer großen Koalition mit dem Moppelchen Ackermann. Er ist der heimliche Koalitionspartner und nicht Westerwelle.
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