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22. Februar 2010, 22:31 Uhr

Commerzbank überrascht mit Milliardenverlust

Das Beste kommt nicht immer zum Schluss: Mit einem satten Minus von 1,6 Milliarden Euro hat die Commerzbank das vergangene Quartal beendet. Im Gesamtjahr 2009 lag der Verlust sogar deutlich höher. Verantwortlich dafür sind vor allem hohe Abschreibungen.

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Gelbes Logo, tiefrote Bilanz: Die Commerzbank ist noch immer in schwerem Fahrwasser© Thomas Lohnes/DDP

Abschreibungen auf Altlasten aus der Finanzkrise haben die Commerzbank vergangenes Jahr im operativen Geschäft tiefer in die roten Zahlen gedrückt als von Experten erwartet. Im vierten Quartal lag der operative Verlust bei 1,6 Milliarden Euro, wie die Bank am Montagabend mitteilte. Im Gesamtjahr 2009 lag der operative Verlust damit bei mehr als 2,2 Milliarden Euro. Die Aktie der Commerzbank büßte im Parketthandel am Abend einen Teil ihrer Kursgewinne ein und schloss bei 5,93 Euro.

Grund für das unerwartet hohe Minus sind nach Angaben der vom Staat gestützten Bank Abschreibungen auf das Engagement bei Kreditversicherungen (Monoliner) in den USA. Vor weiteren Risiken in dem milliardenschweren Portfolio hatte Vorstandschef Martin Blessing bereits im Sommer gewarnt.

Konzernumbau kommt teuer zu stehen

Wegen der Kosten für den Konzernumbau nach dem Kauf der Dresdner Bank dürfte der Nettoverlust im vergangenen Jahr bei mehr als vier Milliarden Euro gelegen haben. Genauere Zahlen will die Bank am Dienstag mitteilen und diese in Telefonkonferenzen erläutern. Blessing will die Bank bis 2012 auf "kundennahes Geschäft" ausrichten. Bis dahin soll bei der Bank ein operativer Gewinn von vier Milliarden Euro zu Buche stehen - woran Experten aber massiv zweifeln.

Reuters
 
 
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