Adieu, Triple-A

19. November 2012, 23:20 Uhr

Frankreich gehört nicht mehr zu den Besten in Europa - zumindest nicht in Sachen Kreditwürdigkeit. Die Ratingagentur Moody's stufte das Land von Aaa auf Aa1 herab.

Moody's, Frankreich, runterstufen

Moody's ist bereits die zweite Ratingagentur, die Frankreich die Bestnote entzieht.©

Frankreich besitzt bei der Ratingagentur Moody's keine Topbonität mehr. Moody's stufte die Kreditwürdigkeit des Euro-Landes am späten Montag um eine Note von "Aaa" auf "Aa1" ab. Zur Begründung verwies die Ratingagentur unter anderem auf einen fortgesetzten Verlust der Wettbewerbsfähigkeit.

Auch den Ausblick bewertet Moody's negativ. Es sei auch immer weniger berechenbar, wie Frankreich künftige Schocks in der Eurozone verkrafte. Standard & Poor's hatte Frankreich Anfang des Jahres die Bestnote aberkannt und von AAA auf AA+ abgestuft.

Auch Deutschland unter Beobachtung

Finanzminister Pierre Moscovici sagte, die Bewertung von Moody's beziehe sich auf die Vergangenheit. Die sozialistische Regierung werde rasch Reformen umsetzen. Die Ratingagentur bezeichnete die angekündigten Reformen dagegen als nicht ausreichend, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen.

Ein schlechteres Rating kann die Geldbeschaffung am Kapitalmarkt erschweren und verteuern. Die Abwertung wirkt besonders schwer, weil Frankreich zu den größten Volkswirtschaften der Eurozone gehört. Auch das deutsche Spitzenrating steht bei Moody's unter Beobachtung.

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