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Telekom will MetroPCS übernehmen

Eine zweite Schlappe kann sich Telekom nicht leisten: Nachdem schon der Komplettverkauf von T-Mobile USA geplatzt war, soll die Mobilfunktochter nun auf jeden Fall mit MetroPCS verschmolzen werden.

  Der Vorstand der Deutschen Telekom, René Obermann, will mit dem Zusammenschluss mit MetroPCS der Telekom zu neuem Aufschwung verhelfen. In den USA ist T-Mobile bereits viertgrößter Anbieter des Landes, litt aber bis zuletzt unter einem Schwund von Vertragskunden.

Der Vorstand der Deutschen Telekom, René Obermann, will mit dem Zusammenschluss mit MetroPCS der Telekom zu neuem Aufschwung verhelfen. In den USA ist T-Mobile bereits viertgrößter Anbieter des Landes, litt aber bis zuletzt unter einem Schwund von Vertragskunden.

Nach Protesten von Investoren hat die Deutsche Telekom ihr Angebot zum Zusammenschluss ihrer Tochter T-Mobile USA mit dem Wettbewerber MetroPCS verbessert. Sie besteht allerdings weiterhin darauf, 74 Prozent an der neuen Gesellschaft zu halten. Die Aktionäre von MetroPCS sollen 26 Prozent bekommen.

Die neue Gesellschaft soll nun im Endeffekt mit mehr Eigenkapital ausgestattet werden. Die Schulden, die die Telekom ihrer Tochter aufbürden wollte, sinken genauso wie der Zinssatz für das Darlehen. Zudem verpflichtet sich die Telekom, Aktien der neuen Gesellschaft für mindestens anderthalb Jahre nach dem Zusammenschluss zu halten. Bislang betrug die sogenannte Haltefrist ein halbes Jahr.

Die Telekom verbessert ihr Angebot

Weitere Verbesserungen schließe der Telekom-Vorstand aus, erklärte das Unternehmen am späten Mittwoch in Bonn. Damit sollen die Aktionäre von MetroPCS im Vorfeld weiterhin 1,5 Milliarden US-Dollar ausgeschüttet bekommen. Die MetroPCS-Aktie stieg nach Bekanntwerden der überarbeiteten Konditionen im nachbörslichen New Yorker Handel um 3 Prozent.

Mehrere Großaktionäre hatten damit gedroht, auf der für diesen Freitag geplanten Hauptversammlung gegen die Fusion zu stimmen, wenn die Telekom ihnen nicht entgegenkommt. "Mit ihrem verbesserten Angebot unterstreicht die Deutsche Telekom das Ziel und den Willen, nachhaltig eine neue, starke Gesellschaft auf dem US-Mobilfunkmarkt zu schaffen", erklärten die Bonner.

Zusammenschluss mit MetroPCS soll die Wende bringen

T-Mobile USA ist der viertgrößte Anbieter des Landes, litt aber bis zuletzt unter einem Schwund von Vertragskunden, wenngleich sich die Abwanderung verlangsamte. Der Zusammenschluss mit MetroPCS soll zusammen mit neuen Tarifen endgültig die Wende bringen.

Noch in der vergangenen Woche hatte ein Sprecher erklärt, die Telekom prüfe aktuell nicht, den MetroPCS-Aktionären ein neues Angebot zu machen. Man sei überzeugt, bereits ein gutes Angebot vorgelegt zu haben.

Doch der Druck wuchs mit jedem Tag, an dem die entscheidende Hauptversammlung näher rückte. Eine Ablehnung wäre für die Telekom die zweite Schlappe beim Versuch, T-Mobile USA neu aufzustellen. Vor anderthalb Jahren hatten die US-Wettbewerbshüter den 39 Milliarden Dollar (30 Mrd. Euro) schweren Verkauf an AT&T verhindert.

ds/DPA/DPA

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