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Russland erlässt Nordkorea Milliardenschulden

Da Europa Gasimporte aus Russland reduzieren will, sucht Gazprom neue Partner. Um den Bau einer Pipeline nach Südkorea vorranzutreiben erlässt Russland Nordkorea zehn Milliarden Dollar Schulden.

  Russland sucht zunehmend Abnehmer für Gas und Öl in Asien. Eine Pipeline nach Südkorea könnte Gazprom Milliarden einbringen.

Russland sucht zunehmend Abnehmer für Gas und Öl in Asien. Eine Pipeline nach Südkorea könnte Gazprom Milliarden einbringen.

Russland erlässt Nordkorea fast zehn Milliarden Dollar Schulden und hofft so auf Erleichterungen beim Bau einer Gaspipeline durch den kommunistischen Staat nach Südkorea. Die russische Staatsduma ratifizierte am Freitag eine entsprechende Vereinbarung aus dem Jahr 2012. Danach betrugen die Schulden Nordkoreas, die noch aus der Zeit der Sowjetunion stammen, im September 2012 mehr als 10,9 Milliarden Dollar. Rund eine Milliarde Dollar davon soll Nordkorea innerhalb der kommenden 20 Jahre ratenweise zurückzahlen.

Der stellvertretende russische Finanzminister Sergej Stortschak sagte mehreren Medien, die Gelder könnten für die Finanzierung gemeinsamer Projekte wie den Bau einer Gaspipeline oder einer Bahnstrecke nach Südkorea genutzt werden. Russland sucht zunehmend Abnehmer für Gas und Öl in Asien, weil seine wichtigen Kunden in Europa ihre Abhängigkeit von russischen Lieferungen verringern wollen.

Der russische Staatskonzern Gazprom hegt schon lange den Plan, eine Gasleitung durch Nordkorea nach Südkorea zu bauen. Doch die beiden koreanischen Staaten sind faktisch noch im Kriegszustand. Ihre gemeinsame Grenze ist eine der am schärfsten bewachten der Welt.

amt/Reuters/Reuters
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