Startseite

Oh du Nervige …

Weihnachtszeit bedeutet Geschenkezeit - und jede Menge Stress: Die Deutschen öffnen ihre Geldbeutel und kaufen das Übliche. Auch unser Autor muss mitziehen, ob er will oder nicht.

Von Peter Neitzsch

  Von wegen besinnliche Weihnachtszeit: Der Stresspegel steigt bei der Geschenkesuche täglich

Von wegen besinnliche Weihnachtszeit: Der Stresspegel steigt bei der Geschenkesuche täglich

  • Peter Neitzsch

Meine Freundin schenkt mit Leidenschaft. Dafür ist ihr beinahe jeder Anlass recht. Zu Beginn der Weihnachtszeit aber ist es besonders schlimm: Im Advent ist sie in ihrem Element, bekommt einen verklärten Blick und bastelt Geschenke. Dann wird gehämmert, geklopft, gesägt, gefaltet und gebacken. Die Resultate werden verpackt oder mit Heißklebepistole dekorativ befestigt.

Damit gehört meine Freundin zu einer Minderheit. Was man bereits ahnte, bestätigt jetzt eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zum Schenkverhalten der Deutschen: Nur jeder Zehnte verschenkt Selbstgebasteltes - bei Männern sind es deutlich weniger.

Die Studie verrät, "was man halt so schenkt", wie es der Marktforscher der GfK, Thomas Helmreich, formuliert. Das Ergebnis: Blumen, Bares und Beauty-Produkte. Den meisten Menschen in Deutschland geht es offenbar wie mir: Kreativitätszwang führt zu Kreativitätsblockade.

An Weihnachten belegt Bargeld gar Platz eins der Geschenke-Hitliste. Jeder Dritte kauft sich frei! Und wenig orginell geht's weiter: Es folgen Bücher sowie Parfum, Kosmetikartikel und Körperpflege. "Mehrheitlich wird doch eher geschenkt, was auch in der Werbung zu sehen ist", sagt Helmreich. "Ich weiß nicht, ob man da viel Kreativität verlangen kann." Eben! Erklären Sie's bitte meiner Freundin.

Nicht-Schenker sind leider in der Minderheit

Denn 0815-Geschenke mögen zu Geburtstagen und anderen Anlässen ja noch durchgehen, nicht so an Weihnachten: Jetzt muss es "etwas Persönliches" sein. Dabei könnte alles so einfach sein, wie bei meinem besten Freund und seinem Bruder. Da drückt einfach jeder dem anderen eine CD in die Hand: Fröhliche Weihnachten! Fertig.

Und immerhin, es gibt auch die Totalverweigerer: 6,6 Prozent der Deutschen sind radikale Nicht-Schenker. Eine Minderheit. Leider!

Die Mehrheit handelt anders: Über die Hälfte des jährlichen Geschenkbudgets wird an Weihnachten ausgegeben - 14 Milliarden Euro waren es im letzten Jahr. 241 Euro geben die Deutschen im Durchschnitt für Weihnachtsgeschenke aus. Zwölf Monate lang wird geknausert und jetzt, in vier Wochen, räumen wir unser Geschenkekonto ab. Alles muss raus. Präsenteschlussverkauf!

Auch ich will mich nicht lumpen lassen, also müssen Ideen her. Doch dabei ist die GfK-Studie wenig hilfreich: Männer verschenken eher Schmuck. Das Problem: Mein Ohrring-Kontingent ist schon lange erfüllt. Auch das keine Option also.

Kitsch-Overkill in Shoppingmalls

Stattdessen begibt man sich wie jedes Jahr kurz vor knapp in den Geschenke-Nahkampf. Auf der Suche nach dem persönlichen "Touch" wage ich mich in den Kitschkosmos der Weihnachtsmärkte. Geschenksucher und Holzbuden verstopfen die Straßen. Aus Lautsprechern wabert schaurige Musik und vermischt sich mit dem Geruch von Schweinebraten und Chinapfanne. Und die frühlingshaften Temperaturen machen selbst den Glühweinrausch als Ausweg aus der kollektiven Hysterie unattraktiv. Ich flüchte geschenklos.

Je näher das Fest, desto größer das Gedränge: In den Shoppingmalls bilden sich Menschentrauben, als würde das Christkind persönlich Pfefferkuchen verschenken. Die Deutschen kaufen ihre Geschenke eben am liebsten im Laden. Man möchte etwas aussuchen. Auch das ist ein Ergebnis der GfK-Studie.

Die Resultate der persönlichen Auswahl lassen sich dann an Heiligabend besichtigen, wenn das Erworbene bei der Bescherung wieder unters Volk gebracht wird. Dann werden die beleuchteten Heilsteine und gehäkelten Topflappen gegen Briefmarkenalben, hässliche Pullover, Kristallschalen und andere Unnötigkeiten vertauscht.

Dann doch lieber Bargeld oder ein Gutschein!

Welcher Schenker-Typ sind Sie?
Finden Sie es heraus mit unserem Geschenketest

Schwanken Sie auch noch zwischen Lavalampe und Kinogutschein? Testen Sie unsere Geschenkefinder-App

Peter Neitzsch

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
Klar
Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

Partner-Tools