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Wer die GEZ nicht zahlt, hat schnell platte Autoreifen

Kommunen und Städte gehen hart gegen säumige Rundfunkbeitrags-Nichtzahler vor. Sie lassen spezielle Ventile als Wegfahrsperren auf die Autoreifen der GEZ-Muffel schrauben. Nach 600 Metern Fahrtweg ist der Reifen dann platt.

Ventilwächter

Städte und Kommunen greifen zur Wegfahrsperre, wenn der Rundfunkbeitrag nicht gezahlt wurde.

Das kleine Ventil ist gelb und würde garantiert schnell übersehen werden. Daher klemmen an der Windschutzscheibe grelle Hinweisschilder und auch ein Pfandsiegel klebt auf dem Türschloss. Wer sich jetzt hinters Steuer setzt und losfährt, kommt nicht weit: Das speziellen Ventil am Autoreifen, das mit Schlössern gesichert ist, lässt den Autofahrer noch rund 600 Meter vorwärts kommen - dann ist der Reifen platt.

Was klingt wie ein böser Lausbubenstreich ist eine amtlich zugelassene Methode der Städte und Gemeinden, um gegen säumige Zahler vorzugehen. Seit einigen Jahren setzen Kommunen diese Bestrafung ein - inzwischen auch, wenn der Rundfunkbeitrag nicht gezahlt wurde. "Das ist eine bewährte Vollstreckungsmethode", bestätigte einen Mitarbeiterin der Stadt Willich einen Bericht der "Westdeutschen Zeitung". 

Ventilwächter nennen sich die praktischen kleinen Aufsätze. Sie sind ein deutlich leichter anzubringende Alternative zu Parkkrallen. Dass die gelben Aufsätze auch bei Nicht-GEZ-Zahlern zum Einsatz kommen, liegt an der drastisch gestiegenen Zahl dieser.

Zahl der Nicht-GEZ-Zahler steigt

Seit der Abkehr vom GEZ-Beitrag zur Haushaltsabgabe zahlen auch immer mehr Menschen den Beitrag. "Statt 42 Millionen Beitragskonten haben wir jetzt 44,5 Millionen", sagt Christian Greuel, Sprecher des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio, gegenüber der "DPA". Im vergangenen Jahr habe die Rundfunkanstalten in fast 891.000 Fällen um Amtshilfe durch die Vollstreckungsbehörden gebeten. Das entspricht einem Anstieg von 27 Prozent. 2013 gab es nur rund 701.000 Beitragsverweigerer. 

Rundfunkservice-Briefe nicht ignorieren

Wer morgens lieber nicht ein solches Ventil am Auto vorfinden will, sollte auf die Schreiben des Rundfunkservices reagieren und die Briefe nicht ignorieren, empfiehlt der Sprecher. Wie die nicht-gezahlten Beiträge eingetrieben werden, liegt übrigens nicht in der Hand der Ex-GEZ, sondern bei den Kommunen. Einige Städte und Gemeinden nutzen nicht das Ventil, sondern setzen auf Lohn- und Kontopfändung. Der gelbe Aufsatz am Autoreifen sei das letzte Mittel, berichtet die "DPA". 

kg

Kommentare (1)

  • Default Author
    Stern-Moderation

    Ventilwächter vs. GEZ-Muffel: Wer keine Gebühren zahlt hat schnell platte Reifen. Klingt wie ein blöder Streich - ist aber keiner...

  • stern-Moderation
    Wir verabschieden uns für heute und schließen die Kommentare unter diesem Artikel. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an sterncommunity@stern.de /tsy
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