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GEZ wollte blinde Oma pfänden lassen

Mal wieder ein Schildbürgerstreich der GEZ: Eine alte Dame, 81 Jahre alt und so gut wie blind, soll Rundfunkgebühren zahlen, obwohl sie davon befreit ist. Der Beitragsservice schreckt auch vor einer Pfändung nicht zurück.

GEZ Senioren gucken TV

Nicht alle Alten kommen an der GEZ-Gebühr vorbei, aber wer dauerhaft schwerbehindert ist, schon

Der von ARD und ZDF ist immer wieder dafür gut, sich nicht sonderlich um sein ohnehin mäßiges Image zu kümmern. Nun ist offenbar eine 81-jährige Frau in die Mühlen des GEZ-Apparats geraten - und konnte sich erst in letzter Sekunde daraus befreien.

Von der GEZ-Gebühr befreit

Laut Bild.de muss die Dame keine Rundfunkgebühr zahlen, weil sie so gut wie blind ist und zudem nur noch schlecht hört. Als sich im Sommer 2014 ihr Gesundheitszustand nochmals verschlechtert hatte, zog sie für ein paar Monate zu Verwandten. "Plötzlich flatterten mir bei meiner Tochter fast monatlich Mahnungen der ins Haus", sagte sie Bild.de.

Zunächst ignorierte sie die Schreiben, vermutete einen Fehler. Deshalb wendete sich der Sohn an den Beitragsservice und bittet um ein Ende der ständigen Zahlungsaufforderungen. Doch auch das hilft nichts, die GEZ reagiert mit Zwangsvollstreckung, und schickt sogar noch eine Pfändungsaufforderung hinterher.


164,23 Euro soll die Sozialhilfeempfängerin zahlen. "Ich bin zusammengebrochen und musste mir vom Pflegepersonal Morphium spritzen lassen", erzählte sie dem Nachrichtenportal. Erst als sich der Sohn erneut empört an den Beitragsservice wandte, ließ der locker und verzichtete auf die Eintreibung des Geldes. Warum und wieso erst so spät? Eine Sprecherin des Beitragsservice sagte gegenüber dem stern, man dürfe aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskunft zu dem Fall geben.


nik

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