Die besten Geschäftsideen des Jahres

25. Juni 2013, 22:00 Uhr

Windradpioniere und Müsli-Mischer sind die Sieger des diesjährigen Gründerpreises, der vom stern vergeben wird. Sie setzten sich unter anderem gegen Einparkroboter und ein Chirurgen-Navi durch. Von Jan Boris Wintzenburg

Gründerpreis, Innoven, Mymuesli, Einparkroboter, Startup, Geschäftsidee

Startup-Gründer des Jahres: Martina Kuhlmann und Rolf Rohden auf ihrem Schiff "Lev Taifun"©

Das Leben von Martina Kuhlmann und Rolf Rohden verlief in ruhigen Bahnen und es ging stetig bergauf: Sie arbeitete im Management eines führenden deutschen Windanlagen-Bauers, er war dort der Entwicklungsleiter. Spannende Jobs, ordentlich bezahlt. Trotzdem schmissen sie hin. Kuhlmann und Rohden wollten noch einmal auf eigene Faust anfangen, ein Unternehmen gründen, eigene Windräder entwickeln. Sie kauften eine alte Halle und fingen an, sie für den Bau von Prototypen gewaltiger Windkraftanlagen umzurüsten. Allein die Bodenplatte muss hunderte Tonnen Gewicht aushalten können.

Klingt verrückt? Ist es aber nicht: "Die Zusage für den ersten Großauftrag ist da", sagt Rohden stolz. Sein Design verspricht nämlich deutlich effizienter zu sein, als das bisheriger Anlagen. "Bei gleichem Wind können wir deutlich mehr Energie ernten." Martina Kuhlmann hält derweil geschäftlich die Fäden zusammen. Die junge Firma ist profitabel. Sogar ein eigenes Forschungsschiff leistet sich Innoven mit Sitz in Bremerhaven inzwischen. Auf der "Lev Taifun" sollen neue Antriebstechniken erprobt werden, um irgendwann die Erfahrungen aus der Windkraft auch aufs Wasser zu übertragen. Und ganz nebenbei schippert sie durch die Windparks der Nordsee, um die Monteure zu versorgen. "Unser Brot- und Butter-Geschäft", sagen die beiden.

Für soviel Gründermut und ihre guten Ideen haben die beiden am Dienstagabend in Berlin den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie "Startup", für bis zu drei Jahre alte Unternehmen erhalten. Die Auszeichnung wird vergeben vom stern, zusammen mit den Sparkassen, dem ZDF und Porsche und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler.

Außerdem als Startup nominiert:

- das Team von Serva Transport Systems um Rupert Koch und Leopold Meirer aus Bernau am Chiemsee. Sie haben einen Einpark-Roboter entwickelt, der Autofahrern die lästige Suche nach einem freien Platz im Parkhaus abnimmt. Die Maschine schafft es, auf der gleichen Fläche bis zu 60 Prozent mehr Autos zu parken.

- die EICS-Group von Hasan Kurum, ein Ingenieur-Dienstleistungsunternehmen aus München, das darauf spezialisiert ist, Bauteile und kleine Serien für die Auto- und Luftfahrtindustrie zu entwickeln und zu produzieren.

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