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Stimmung in der deutschen Wirtschaft verschlechtert sich

Das wichtige Wirtschaftsbarometer sackt den dritten Monat in Folge ab. Das ist noch kein Zeichen für eine Rezession. Auf den letzen Ifo-Absturz dieser Art folgte allerdings eine Konjunkturdelle.

Von Mathias Ohanian

  Autoturm in Wolfsburg: "Die Kapazitäten werden von den Unternehmen weniger ausgelastet", sagt Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn

Autoturm in Wolfsburg: "Die Kapazitäten werden von den Unternehmen weniger ausgelastet", sagt Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli den dritten Monat in Folge eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel von 105,2 Zählern im Vormonat auf 103,3 Punkte, teilte das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mit. "Die #link;www.stern.de/wirtschaft/geld/eurokrise-91226335t.html;Eurokrise# belastet zunehmend die Konjunktur in Deutschland", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Schlechte Nachrichten kommen auch aus Großbritannien. Die britische Wirtschaft ist um 0,7 Prozent geschrumpft, teilte die Statistikbehörde in London mit. Im ersten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt bereits um 0,3 Prozent zurückgegangen.

In der deutschen Industrie hat sich das Geschäftsklima stark eingetrübt. Besonders die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmen erheblich ungünstiger eingeschätzt. "Die Kapazitäten werden von den Unternehmen klar weniger ausgelastet", sagte Sinn.

Einziger Lichtblick ist der Einzelhandel

Auch im Großhandel und auf dem Bau trübte sich die Stimmung ein. Einziger Lichtblick im Juli war der Einzelhandel. Hier stieg das Geschäftsklima weiter - die Kaufleute beurteilten sowohl ihre Lage als auch die Aussichten besser als im Vormonat.

Das Geschäftsklima insgesamt fiel auf den niedrigsten Stand seit März 2010. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden Monate bewerteten die befragten Unternehmen schlechter. Der Teilindex zur Bewertung der Geschäftslage fiel von 113,9 auf 111,6 Punkte. Der Teilindex für die Bewertung der Erwartungen im kommenden halben Jahr fiel von 97,2 auf 95,6 Punkte. Damit fiel das Barometer für die Geschäftserwartungen auf den niedrigsten Stand seit Juni 2009.

Zwar liegt das Ifo-Geschäftsklima mit über 103 Punkten noch immer auf einem historisch hohen Niveau – eine erneute Rezession ist für Deutschland vorerst kein Thema. Der Absturz in den vergangenen drei Monaten ist jedoch besorgniserregend: Seit April hat der Indikator satte 6,5 Punkte eingebüßt. Ähnlich rasant bergab ging es mit dem Barometer zuletzt im vergangenen Sommer – zu Jahresende folgte seinerzeit ein kleines gesamtwirtschaftliches Minus.

Schuldenkrise könnte Realwirtschaft noch stärker treffen

Damit bestätigt der wichtigste deutsche Frühindikator eine Reihe schwacher Stimmungsumfragen der vergangenen Tage. Erst am Dienstag hatte der Datendienstleister Markit gemeldet, dass der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie im Juli von 45 auf 43,3 Zähler gefallen sei. Werte von unter 50 Punkten deuten demnach auf sinkende Geschäfte. Seit Jahresbeginn hat dieser Stimmungsindikator fast acht Punkte eingebüßt.

"Die plötzliche Verschlechterung der Stimmung an den Finanzmärkten dürfte die Realwirtschaft in den kommenden Monaten noch stärker treffen, wenn die Euro-Zone sie nicht bremsen kann", sagte Christian Schulz, Ökonom bei der Berenberg Bank in London. Auch Länder wie Deutschland, die fundamental gesund seien, könnten in eine Rezession rutschen - sollte das sinkende Vertrauen dazu führen, dass Unternehmen ihre Investitionen in den kommenden Monaten vertragten und Haushalte geplante Anschaffungen nicht tätigten.

"In der Summe unterstreicht der heute vorgelegte Ifo-Index, dass sich die deutsche Wirtschaft in einer Schwächephase befindet", sagte Thilo Heidrich, Ökonom von der Postbank. "Sollte die Währungsunion zusammenbrechen, dann kann auch der starke Arbeitsmarkt die Wirtschaft in Deutschland nicht mehr retten", sagte Ökonom Alexander Koch von der UniCredit Group in München. Derzeit sei die Wirtschaftsentwicklung nicht sehr unsicher, aber es komme auf den Fortgang der Krise an, sagte er. In den letzten vier Monaten hatte der Leitindex DAX zehn Prozent verloren.

Mathias Ohanian/FTD

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