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Ikeas Masche hinter dem Hotdog-Verkauf

Wer bei Ikea einkauft, gönnt sich danach einen Hotdog oder ein Essen im Möbelhaus-Restaurant. Doch hinter dem günstigen Snack-Angebot steckt eine Masche, verrät nun ein Ikea-Insider.

  Der Hotdog für einen Euro: Ikea bietet Essen zum Schnäppchenpreis - und das aus gutem Grund.

Der Hotdog für einen Euro: Ikea bietet Essen zum Schnäppchenpreis - und das aus gutem Grund.

Frühstückszeit in Hamburg-Altona: In der ersten und bisher auch einzigen Ikea-Filiale im Innenstadtbereich sind die Tische gut gefüllt. Und das wird auch bis zum Mittag so bleiben: Das Möbelhaus bietet für nicht mal zwei Euro ein schwedisches Frühstück mit Wurst, Käse und Brötchen. Wer nur ein Croissant mit Marmelade will, zahlt einen Euro. Und Kaffee kann man gratis nachfüllen. Wechselnde Mittagsmenüs und nun auch noch ein Drei-Gänge-Abendessen ab 18 Uhr - für 3,95 Euro. Das lockt gerade in der Einkaufsstraße, in der diese Filiale steht, viele Kunden an. Aber auch in den Ikea-Häusern außerhalb der Städte greifen die Kunden gerne zu Köttbullar und Hotdogs - schließlich sind die Snacks unschlagbar günstig.

Dass der Möbelgigant zu solchen Preisen kaum kostendeckend servieren kann, überrascht nicht. Nun erzählt ein ehemaliger Ikea-Angestellter, warum das Möbelhaus das Essen zu Spottpreisen verkauft. Auf "Quora.com" berichtet Chris Spear, dass Ikea "die Lebensmittelabteilung nutzt, um ihr Billigpreis-Image auch auf die Produkte im Geschäft zu übertragen", auch wenn der Konzern so einen Verlust bei den Snacks und im Restaurant einfahren würde.

Hot Dogs und witzige Produktnamen: Wird geladen
  Der Ikea in Hamburg-Altona ist das erste Möbelhaus der Schweden in einer Fußgängerzone. Und das Konzept kommt an: Hier kaufen die Menschen eher Kleinkram und essen Hot Dogs - doch Geld lassen sie trotzdem in der Ikea-Filiale.

Der Ikea in Hamburg-Altona ist das erste Möbelhaus der Schweden in einer Fußgängerzone. Und das Konzept kommt an: Hier kaufen die Menschen eher Kleinkram und essen Hot Dogs - doch Geld lassen sie trotzdem in der Ikea-Filiale.

Vorgetäuschte Schnäppchen

Der Trick: Die günstigen Preise bei den Lebensmitteln übertragen Kunden auch auf die Möbel. "Sie haben keine Ahnung, wie teuer ein Sofa ist? Sie sehen ein Sofa für 599 Dollar. Ist das ein guter Preis? Sie haben keine Ahnung, weil Sie vorher noch nie ein Sofa gekauft haben", schreibt Spear. Aber wer zuvor für unter zwei Euro gefrühstückt hat oder sich einen Hotdog für einen Euro am Ausgang kauft, wird schnell glauben, dass alle Produkte bei Ikea ein Schnäppchen sind. "Gut, sie machen Minus bei den Lebensmitteln, aber sie haben Ihnen Möbel für 1000 Dollar verkauft", so Spear. Auch wenn viele Möbel bei den Schweden gar nicht so günstig sind, haben wir den Eindruck, ein richtiges Schnäppchen gemacht zu haben.

Jährlich macht Ikea einen Umsatz von 1,46 Milliarden Euro nur mit Lebensmitteln - insgesamt erwirtschaftet das Möbelhaus rund 29 Milliarden Euro. Weltweit gehen 80 Milliarden Hotdogs über die Theke. Wie hoch der Verlust in dieser Sparte ist, sagen die Schweden aber nicht. Doch solange die verkauften Hackbällchen und Würstchen den Möbelverkauf ankurbeln, können die Schweden auch einen Verlust beim Foodservice verkraften.

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    Katharina Grimm

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