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Flohmarkt, Alkohol, Legasthenie: 9 Anekdoten über den Ikea-Gründer

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad wird 90 Jahre alt. Seine Möbelkette machte ihn zu einem der reichsten Männer der Welt. Dennoch gilt der schwedische Patriarch als ausgesprochen geizig, wie zahllose Anekdoten belegen.

Ingvar Kamprad steht vor einem Ikea

Sparfuchs aus Småland: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad

Auch seinen 90. Geburtstag feiert Ingvar Kamprad selbstverständlich ganz ohne großen Pomp. Der Ikea-Gründer hat sich lediglich eine kleine Feier mit Kaffee und Kuchen im Familienkreis gewünscht. Und zwar nicht aus Geldmangel - schließlich hat der Mann mit seinem Möbelimperium viele Milliarden Euro verdient -, sondern aus Prinzip. Denn der Selfmade-Milliardär aus dem südschwedischen Småland gilt nicht nur als hervorragender Geschäftsmann, sondern auch als legendär geizig.

Teure Statussymbole lehnt Kamprad Zeit seines Lebens ab, stattdessen schaut er auf jede Krone. Beziehungsweise jeden Euro oder Schweizer Franken, je nachdem wo er gerade steuergünstig lebt. "Zu sparen, das liegt ein bisschen in der småländischen Natur", sagte Kamprad in einer Dokumentation, die der schwedische Sender TV4 zu seinem Geburtstag ausstrahlte. 

Davon zeugen eine ganze Reihe von Anekdoten, für die der Sparfuchs aus Småland in Schweden geliebt wird. Allerdings gibt es auch ein paar dunkle Flecken in der Vita des nun 90-Jährigen. Neun Fakten und Anekdoten aus dem Leben eines schwerreichen Kauzes:

1. Alle seine Klamotten sind vom Flohmarkt

"Ich glaube nicht, dass ich irgendein Kleidungsstück trage, das ich nicht auf dem Flohmarkt gekauft habe", sagte Kamprad kürzlich dem schwedischen Sender TV4.

2. Er fliegt nur Economy

Der Milliardär setzt sich bei Flugreisen aus Prinzip in die Holzklasse. Auch bei Hotels bevorzugt er billige Absteigen.

3. Er fährt am liebsten Volvo

Kamprad fuhr zwei Jahrzehnte lang denselben Volvo. Er hatte zwar auch mal einen Porsche, mit dem fuhr er aber nach eigener Aussage nie schneller als 70.

4. Schon Klein-Ingvar machte Geschäfte

Schon im Alter von sieben Jahren soll der kleine Ingvar von Hof zu Hof gezogen sein, um Streichhölzer und andere Kleinigkeiten zu verkaufen.

5. Er verließ Schweden, um Steuern zusparen

Obwohl im südschwedischen Småland tief verwurzelt, zog Kamprad in den 70ern zuerst nach Dänemark und dann in die Schweiz, um Steuern zu sparen. Erst 2013 kehrte er nach dem Tod seiner Frau wieder zurück nach Schweden.

6. Auch aus Ikea machte Kamprad einen Steuervermeidungskonzern

Auch Ikea zog aus steuerlichen Gründen weg aus Schweden. Die Firma ist heute ein unüberschaubares Geflecht aus Stiftungen und Holdings in den Niederlanden, Luxemburg, Liechtenstein und der Karibik.

7. Er sympathisierte mit den Nazis

In seiner Jugend in den 40er Jahren sympathisierte er mit den schwedischen Nazis. Später schwor er der rechten Ideologie ab und entschuldigte sich öffentlich dafür.

8. Er ist Legastheniker

Kamprad attestierte sich selbst eine ausgeprägte Lese- und Rechtschreibschwäche. Daher sollten auch alle Ikea-Produkte mit einprägsamen Namen bezeichnet werden.

9. Er hat ein Problem mit Alkohol

Eine weitere Schwäche hat der sonst zurückhaltende Schwede vor Jahren öffentlich eingestanden: er führe einen ewigen Kampf gegen den Dämon Alkohol. "Ich mag Whisky und Wein sehr. Aber ich muss Pausen machen, sonst wird das ein Problem, und ich trinke einfach immer weiter."

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