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Kartellamt verhängt 303 Millionen Euro Bußgelder

Wegen illegalen Wettbewerbs mussten deutsche Firmen 2012 insgesamt 303 Millionen Euro Bußgelder zahlen. Das ist laut einem Zeitungsbericht die höchste Summe, die das Kartellamt seit 2008 verhängt hat.

  Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts. Seine Behörde verhängte im Jahr 2012 insgesamt rund 303 Millionen Euro Bußgelder an deutsche Unternehmen.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts. Seine Behörde verhängte im Jahr 2012 insgesamt rund 303 Millionen Euro Bußgelder an deutsche Unternehmen.

Das Bundeskartellamt hat im vergangenen Jahr rund 303 Millionen Euro an Bußgeldern wegen verbotener Absprachen verhängt. Das ist nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" die größte Summe an Strafgeldern seit 2008. Damals habe die Summe bei rund 314 Millionen Euro gelegen.

Die Wettbewerbshüter hatten bereits im Dezember festgestellt, dass sich der Trend zu mehr Kartellfällen fortsetze. Illegale Absprachen würden sich kreuz und quer durch alle Branchen finden. Die höchsten Bußgelder verhängte das Kartellamt mit insgesamt 124,5 Millionen Euro gegen die Mitglieder des sogenannten Schienenkartells. In diesem Fall wird auch im kommenden Jahr weiter ermittelt.

Kurz vor Jahresschluss hatte sich das Ergebnis für 2012 noch einmal kräftig erhöht. Die Wettbewerbsbehörde gab am vergangenen Freitag eine Buße von insgesamt rund 55 Millionen Euro gegen die Sendergruppen ProSiebenSat1 und RTL bekannt. Den Unternehmen wurde vorgeworfen, bei der Einführung der Verschlüsselung ihrer digitalen FreeTV-Programme wettbewerbswidrige Absprachen getroffen zu haben.

Das Bundeskartellamt ist die deutsche Wettbewerbsbehörde. Sie ist dafür verantwortlich, den freien Wettbewerb zu schützen und illegale Manipulationen zu verhindern. Dazu gehören etwa heimliche Preisabsprachen zwischen Unternehmen zu Lasten von Kunden und Verbrauchern, aber auch die Kontrolle von Fusionen. Das soll verhindern, dass einzelne Firmen ganze Märkte beherrschen.

kng/DPA/AFP/DPA

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