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Schäuble bekommt Daten zu Offshore-Leaks von den Briten

Der Bundesfinanzminister hat es geschafft: Er bekommt Zugang zu Unterlagen über Briefkastenfirmen und Stiftungen in Steueroasen. Deutsche Medien hatten ihm einen Einblick in die Daten verweigert.

Von Walter Wüllenweber

  hat Grund zur Freude: Wolfgang Schäubles Beamte können jetzt doch noch die Daten nach deutschen Steuersündern durchforsten.

hat Grund zur Freude: Wolfgang Schäubles Beamte können jetzt doch noch die Daten nach deutschen Steuersündern durchforsten.

  • Walter Wüllenweber

Schlechte Nachrichten für Steuerhinterzieher: Die deutschen Finanzbehörden bekommen Zugang zu bislang geheimen Daten aus Steueroasen, die vor einigen Wochen unter der Bezeichnung "Offshore-Leaks" für Schlagzeilen gesorgt hatten.

Die Unterlagen über Briefkastenfirmen und Stiftungen in Singapur oder auf den Cayman-Inseln waren mehreren Redaktionen weltweit anonym zugespielt worden. Unter den Empfängern waren auch die "Süddeutsche Zeitung" und der Norddeutsche Rundfunk.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte die Redaktionen aufgefordert, das Material den zuständigen Steuerbehörden zu übergeben, was diese jedoch mit dem Verweis auf den Informantenschutz ablehnten.

Wie aus Regierungskreisen verlautete, hat das Bundesfinanzministerium nun eine Kooperationsvereinbarung mit den britischen Steuerbehörden geschlossen und kommt auf diesem Wege in den Besitz der brisanten Daten. Bei der Auswertung sollen die Finanzämter eng mit dem Bundeszentralamt für Steuern in Bonn zusammenarbeiten.

Walter Wüllenweber

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