Startseite

Bei Anruf aufgepasst!

Es ist ein Hase-und-Igel-Spiel: Jedes Gesetz gegen Telefonabzocke beantworten windige Geschäftemacher mit neuen Tricks. Auch der neueste Wurf hat Lücken. Das Nachsehen haben die Verbraucher.

Von Daniel Bakir

  Unerlaubte Telefonwerbung ist nach wie vor ein Problem

Unerlaubte Telefonwerbung ist nach wie vor ein Problem

  • Daniel Bakir

Manche Übel sind einfach nicht klein zu kriegen. Eigentlich sind Werbeanrufe, telefonische Gewinnspiele und ähnliches seit 2009 verboten, wenn sie ohne Erlaubnis des Angerufenen erfolgen. Tatsächlich aber klingelt bei vielen immer noch regelmäßig ungewollt das Telefon. "Anrufe unseriöser Anbieter sind nach wie vor ein großes Problem", berichtet Peter Lassek von der Verbraucherzentrale Hessen. Besonders perfide: Immer wieder geben sich Anrufer fälschlicherweise als Verbraucherschützer, Datenschützer oder Vertreter von Hilfsorganisationen aus. "Windige Geschäftemacher versuchen, den Verbrauchern Verträge unterzujubeln oder Kontodaten zu erfragen", sagt Lassek.

Auch die Bundesregierung hat das Problem erkannt und will nachbessern. Das Anti-Abzockgesetz, das noch vor der Bundestagswahl verabschiedet werden soll, sieht unter anderem deutlich härtere Strafen für unerlaubte Telefonwerbung vor. Statt mit 50.000 Euro sollen Verstöße künftig mit 300.000 Euro geahndet werden, auch Anrufe von Telefoncomputern sollen belangt werden. Allerdings: Ob die Strafen die gewünschte Abschreckungswirkung wirklich erzielen, bleibt abzuwarten.

Aus 8,4 Millionen wurde eine Million

In der Vergangenheit konnte die Bundesnetzagentur die Geldbußen nicht im gewünschten Maße durchsetzen. 2011 verhängte die Bonner Behörde nach eigener Auskunft noch Strafen in Höhe von 8,4 Millionen Euro. Die betroffenen Unternehmen erstritten aber vor Gericht einen deutlichen Rabatt. Das Amtsgericht Bonn habe entschieden, dass die Strafen nicht pro illegalem Anruf, sondern nur pro Kampagne ausgesprochen werden dürfen, sagt ein Sprecher der Bundesnetzagentur. "Wir mussten unsere Haltung daraufhin korrigieren." Die Folge: 2012 verhängte die Behörde nur noch knapp eine Million Euro Geldbußen. Mit der Anhebung der Strafsummen soll die Abschreckungswirkung nun wieder steigen.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) geht das Gesetz nicht weit genug. "Wir begrüßen die Ausweitung der Geldbußen", sagt Helke Heidemann-Peuser vom vzbv. Aber: "Jeder Anruf sollte als eine Tat gewertet werden." Da dies vor Gerichten umstritten ist, hätte sie sich hier eine gesetzliche Klarstellung gewünscht. Auch an anderen Stellen sehen die Verbraucherschützer Nachholbedarf.

So soll zwar die Teilnahme an Gewinnspielen künftig nur noch zustande kommen, wenn der Verbraucher dies schriftlich bestätigt. "Das erledigt aber nicht das Problem, weil sich die Maschen ändern", sagt Heidemann-Peuser. Heute Gewinnspiele, morgen Abofalle.

Die Verbraucherzentrale fordert, dass alle Verträge, die aus unerlaubten Anrufen resultieren, grundsätzlich eine schriftliche Bestätigung benötigen. Nicht erfüllt sei auch die Forderung, dass Unternehmen die Einwilligung zu Werbeanrufen nicht in den AGB verstecken können, sondern klar kennzeichnen müssen.

Wie sich Verbraucher schützen können

Solange es Schlupflöcher für Betrüger gibt, müssen Verbraucher bei Werbeanrufen wachsam sein. Geschickte Anrufer schaffen es immer wieder, ihren Opfern Worte in den Mund zu legen oder sensible Daten zu entlocken. "Der beste Schutz ist Auflegen und sich nicht in ein Gespräch verwickeln lassen", sagt Verbraucherschützer Peter Lassek.

Selbst wenn man reingelegt wurde und angeblich ein Vertragsverhältnis entstanden ist, ist es nicht zu spät. Bei Fernabsatzverträgen hat man eine Widerrufsfrist von zwei Wochen - und zwar ab dem Zeitpunkt der Widerrufsbelehrung durch den Vertragspartner. Auch vom Bankkonto darf niemand etwas abbuchen, dem man keine Einzugsermächtigung erteilt hat. Hier gilt es, die Bank zu kontaktieren und das Geld zurückbuchen zu lassen. Bei allen größeren Problemen empfiehlt sich der Gang zum Rechtsanwalt oder zur Verbraucherzentrale.

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
Klar
Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

Partner-Tools