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Deutsche Wirtschaft wächst minimal

In den ersten Monaten des Jahres entgeht die deutsche Wirtschaft nur um Haaresbreite einer Rezession: Das Wachstum betrug gerade einmal 0,1 Prozent. Die Euro-Zone insgesamt verharrt in der Rezession.

  Zu Jahresbeginn kommt die Konjunkur in Deutschland nur langsam in Schwung. Die EU insgesamt verharrt jedoch in der Rezession.

Zu Jahresbeginn kommt die Konjunkur in Deutschland nur langsam in Schwung. Die EU insgesamt verharrt jedoch in der Rezession.

Die deutsche Wirtschaft ist in den ersten Monaten des Jahres nur minimal gewachsen und damit nur knapp einem Abschwung entgangen. Gegenüber dem Vorquartal legte die Wirtschaftsleistung nach einem Rückgang Ende 2012 in den Monaten Januar bis März um 0,1 Prozent zu. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. In der Europäischen Union schrumpfte die Wirtschaft leicht um 0,1 Prozent. Einer der Gründe für das schwache Wachstum in Deutschland in den Monaten zu Jahresbeginn sei der lang anhaltende Winter gewesen, so das Statistische Bundesamt. Die deutsche Wirtschaft habe zu Jahresbeginn deswegen "nur langsam wieder Fahrt" aufgenommen.

Im Schlussquartal 2012 von Oktober bis Dezember war das Bruttoinlandsprodukt (BIP), mit dem die Wirtschaftsleistung eines Landes gemessen wird, nach Angaben der Statistikbehörde um 0,7 Prozent zurückgegangen. Damit korrigierte das Statistische Bundesamt bisherige Angaben. Mit dem Rückgang im Schlussquartal 2012 habe Deutschlands Wirtschaft "einen kräftigen Dämpfer" erhalten.

Zunächst hatten die Statistiker den Rückgang im Schlussquartal 2012 auf etwa ein halbes Prozent geschätzt und später mit einem Minus von 0,6 Prozent beziffert. Auf die Höhe der Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr habe die neue Korrektur jedoch keine Auswirkungen, stellten die Statistiker fest. 2012 war das BIP im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent gewachsen.

Treiber für das leichte Wirtschaftswachstum zu Jahresbeginn sei ausschließlich der Privatkonsum durch die Verbraucher gewesen, teilte die Statistikbehörde mit. Die privaten Haushalte hätten ihren Konsum erhöht. In den Schlussmonaten 2012 seien die privaten Konsumausgaben jedoch rückläufig gewesen. Die Zahl der Erwerbstätigen sei zu Jahresbeginn um rund 293.000 oder 0,7 Prozent auf 41,5 Millionen gewachsen.

Die Investitionen der Wirtschaft seien in den ersten Monaten des Jahres - wie bereits im Vorquartal - zurückgegangen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Auch der Außenhandel habe die Wirtschaftsleistung kaum getrieben. Die Exporte seien im ersten Quartal rückläufig gewesen, auch seien weniger Waren importiert worden als noch Ende 2012.

Euro-Zone insgesamt verharrt in der Rezession

Stärker als in der Gesamt-EU fiel der Rückgang des BIP in der Euro-Zone aus: In den 17 Staaten mit der Gemeinschaftswährung schrumpfte die Wirtschaft um 0,2 Prozent, womit die Euro-Zone weiter in der Rezession verharrt. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres war die Wirtschaftskraft in Euro-Zone und Europäischer Union allerdings noch um 0,6 Prozent beziehungsweise 0,5 Prozent geschrumpft.

Von einer Rezession oder Abschwung wird gesprochen, wenn die Wirtschaftsleistung eines Landes in zwei aufeinander folgenden Quartalen im Vergleich zum jeweiligen Vorquartal schrumpft. Dies traf auch Frankreich: Die französische Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal um 0,2 Prozent, teilte die Statistikbehörde Insee mit.

Bereits im Schlussquartal 2012 war die französische Wirtschaft um 0,2 Prozent geschrumpft. Frankreichs Staatsregierung gehe jedoch weiter davon aus, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr insgesamt um 0,1 Prozent wachsen werde, teilte das französische Wirtschaftsministerium mit.

brü/AFP/AFP

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