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Supermärkte wollen Millionen für bessere Tierhaltung zahlen

Deutsche Handelsketten wollen sich für bessere Tierhaltung engagieren. Rewe und andere planen einen millionenschweren Fonds, mit dem Landwirte unterstützt werden sollen, die Tiere artgerecht halten.

  Massentierhaltung von Hühnern in einer Geflügelfarm. Deutsche Supermärkte wollen Bauern belohnen, die ihren Tieren angemessene Lebensbedingungen gewähren.

Massentierhaltung von Hühnern in einer Geflügelfarm. Deutsche Supermärkte wollen Bauern belohnen, die ihren Tieren angemessene Lebensbedingungen gewähren.

Die Lebensmittelbranche will einem Bericht zufolge wegen der zunehmenden Kritik an der Massentierhaltung in die Offensive gehen und sich für bessere Bedingungen für Nutztiere einsetzen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, einigten sich Spitzenvertreter der deutschen Handelsketten am Donnerstag in Berlin darauf, dass ihre Unternehmen im Laufe des nächsten Jahres in einen gemeinsamen Fonds einzahlen wollen. Geplant sei ein insgesamt zwei-, vermutlich sogar dreistelliger Millionenbetrag. Aus diesem Fonds sollen Landwirte anteilig Geld erhalten, die den Tieren in ihren Ställen mehr Platz geben, als gesetzlich vorgeschrieben ist.

Nach unbestätigten Informationen der Zeitung handelt es sich um die Handelsketten Rewe, Edeka, Lidl, Aldi und die Metro-Gruppe. Das Modell sei anders konzipiert als bisherige Versuche der Branche, für bessere Lebensbedingungen der Nutztiere zu sorgen. Bislang setzte die Branche vor allem auf Siegel. Zuletzt war ein Siegel in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund eingeführt worden. Doch für Produkte mit diesem Siegel habe sich nur ein geringer Anteil der Käufer entschieden, heißt es in dem Bericht.

Zuletzt hatten wieder vermehrt Berichte für Aufsehen gesorgt, die die Bedingungen der Massentierhaltung angeprangert haben. So wurden etwa bei einem Wiesenhof-Mäster aus Bayern schwache Hühner aussortiert und landeten lebendig im Müll oder wurden am Eimer totgeschlagen.

kng/AFP/AFP

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