Was Restaurantgäste nicht schlucken müssen

7. November 2012, 12:00 Uhr

Die Suppe ist kalt und die Rechnung lässt auf sich warten: Als Gast kann man im Restaurant so einiges erleben. Doch man muss sich nicht alles auftischen lassen. Von Simon Heinrich

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Deutschland wird mehr und mehr zum Schlaraffenland für Feinschmecker und Genießer. Seit 2010 hat sich die Zahl der Zwei-Sterne-Restaurants auf 36 verdoppelt. Im Ein-Sterne-Bereich kommen allein in diesem Jahr 29 neue Häuser dazu. Die Spitze der mit drei Sternen vom Michelin-Führer 2013 ausgezeichneten Restaurants bleibt dagegen konstant.

Doch im Sternehimmel der Köche kommt es zu Auf- und Abwertungen. Erstmals in der Riege der Top-Restaurants mit drei Michelin-Sternen wurde Kevin Fehling aufgenommen, der Koch vom Restaurant "La Belle Epoche" im Columbia Hotel in Lübeck-Travemünde. Dafür wird das Restaurant von Brenners Park Hotel in Baden-Baden um einen Stern abgewertet.

Die gute Nachricht für alle bereits im vorigen Jahr mit zwei Sternen geadelten Köche in Deutschland: Ihnen wird von den Michelin-Inspektoren ein anhaltend hohes Niveau bescheinigt. Keiner der Spitzenköche verliert einen Stern. Im Gegenteil: Sieben weitere Restaurants wurden aufgewertet und dürfen sich jetzt mit zwei Michelin-Sternen schmücken: Darunter sind Tim Raue in Berlin, Jens Jakob vom "Le noir" in Saarbrücken und Matthias Schmidt der "Villa Merton" in Frankfurt.

Baden-Württemberg bleibt mit insgesamt 58 Michelin-Sternen das Bundesland mit den meisten Sterne-Köchen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (43 Sterne) und Bayern (37 Sterne). Für den aktuellen Guide Michelin waren in Deutschland rund ein Dutzend Test-Esser unterwegs, die alle über eine Gastronomie-Ausbildung verfügen und bis zu 250 Restaurants pro Jahr meist inkognito besuchen.