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Supermärkte müssen nicht verkaufte Lebensmittel spenden

Große Supermärkte in Frankreich sollen Lebensmittel, die nicht verkauft wurden, künftig nicht mehr wegschmeißen, sondern an karitative Einrichtungen spenden. Das wurde nun gesetzlich festgelegt.

  Französische Supermärkte sollen künftig nicht verkaufte Lebensmittel spenden.

Französische Supermärkte sollen künftig nicht verkaufte Lebensmittel spenden.

Frankreich geht gegen die großen Mengen #link;1958871;weggeworfener Lebensmittel# vor. Künftig müssen große Supermärkte mit einer Ladenfläche von mindestens 400 Quadratmeter nicht verkauftes Obst, Gemüse, Brot und Co. spenden. Die Lebensmittel können dabei entweder an karitative Einrichtungen gehen oder zu Tierfutter verarbeitet werden.

Lebensmittel, die bei Nicht-Verkauf in die Tonne wandern, sind in Frankreich ein Problem: Pro Einwohner landen bis zu 30 Kilogramm Essbares im Müll. Daher ist der Vorstoß auch keine freiwillige Aktion: Das französische Parlament verabschiedete am Freitag ein Gesetz, das die Lebensmittel-Entsorgung nun neu regelt. Bis 2025 will die Regierung die Verschwendung von Lebensmitteln halbieren.

In Frankreich gebe es bereits eine entsprechende Infrastruktur, um Lebensmittel einzusammeln und gekühlt zu verteilen, berichtet das "Greenpeace-Magazin". Daher rechne das Parlament auch nicht mit großen bürokratischen oder praktischen Hürden bei der Umsetzung des Gesetzes. Auch seien keine großen Investitionen nötig, um die gesetzliche Lebensmittelspende umzusetzen.

Auch in Deutschland landet Essen in der Tonne

Auch in Deutschland landen viele Lebensmittel, die im Handel nicht verkauft wurden, im Müll. Die größte Organisation, die sich um die Weiterverteilung von nicht verkauften Lebensmitteln kümmert, ist die "Tafel". Statt Äpfel und Käse oder Brot und Marmelade in die Mülltonne zu stopfen, werden die Lebensmittel an sozial schwach gestellte Menschen verteilt.

Dennoch: In Deutschland ist die Verschwendung noch viel schlimmer. Hier landen jährlich elf Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll - mit einem Wert von 25 Milliarden Euro. Dabei sind viele Lebensmittel auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch essbar. Insgesamt sorgt jeder Bürger für über 82 Kilogramm weggeschmissenes Essen. Allein in Restaurants und Kantinen ist jeder Gast jährlich für einen 23,6 Kilogramm Lebensmittelverschwendung verantwortlich. Um das zu ändern hat die Bundesregierung die Aktion "Restlos genießen" gestartet. Ein verbindliches Gesetz wie in Frankreich ist in Deutschland hingegen nicht geplant.

kg
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