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So lässt Lego Fanträume platzen

Keine Titanic, kein T-Rex, keine Raumstation ISS: Die Spielzeugfirma Lego rief ihre Fans auf, Vorschläge für neue Projekte einzureichen, erklärte dann aber, keinen einzigen realisieren zu können. Einige Fans nehmen Lego das krumm.

  Lego hat schon viele Fanträume wahr werden lassen, wie hier in Mexiko, aber auf manches warten die Anhänger vergeblich

Lego hat schon viele Fanträume wahr werden lassen, wie hier in Mexiko, aber auf manches warten die Anhänger vergeblich

Lego ist nicht einfach nur Kult, die Spielefirma pflegt auch eine äußerst lebendige Fankultur. Regelmäßig bringt die Firma neue Sets auf den Markt, die von Fans entworfen wurden. Lego-Bastler können auf der Plattform Lego Ideas eigene Kreationen einstellen und um Unterstützung anderer Fans werben. Für alle Ideen, die mehr als 10.000 Stimmen erhalten, prüft Lego, ob man sie offiziell auf den Markt bringen kann.

So sind schon viele erfolgreiche Ideen entstanden. Allein in diesem Jahr realisierte Lego Fanwünsche zu "Big Bang Theory", "Doktor Who" und "Wall-E". In der aktuellen Ideen-Runde hatte der Konzern für seine Fans aber eine herbe Enttäuschung parat. Zum ersten Mal schaffte es keine der eingereichten Ideen in die weitere Realisierungsphase. "Das ist nie zuvor passiert und wir sind sehr enttäuscht, dass wir dies mitteilen müssen", erklärt Marketing-Manager Connie in einer Art Entschuldigungsvideo auf Youtube.

Titanic, T-Rex und die ISS - alle abgelehnt

Dabei mangelte es nicht an guten Ideen. 13 Vorschläge, die zwischen Januar und Mai eingereicht wurden, erhielten die geforderten 10.000 Stimmen. Darunter befand sich ein Modell der Titanic, ein Tyrannosaurus Rex und die Internationale Raumstation ISS. Auch die Scheibenwelt aus den Fantasy-Romanen von Terry Pratchett, ein "Legend of Zelda"-Playset und ein Eispalast aus dem Disney-Film Frozen dienten engagierte Bastler der Firma an.

Warum verwirklicht Lego keinen dieser Fanträume? Darüber gibt die Firma leider nicht aufschlussreich Antwort. Im Einzelnen könne man keine Gründe für die abgelehnten Projekte nennen, sagt Lego. Stattdessen erklärt die Firma lediglich, welche Gründe im Allgemeinen zur Ablehnung führen können: Mal könne man sich nicht mit den Rechteinhabern der dargestellten Figuren einigen, mal gebe es bereits sehr ähnliche Produkte. Oder der Vorschlag sei schlicht zu groß oder zu instabil, um ihn zu realisieren.

Fans sind sauer

Die rigorose Ablehnung der Vorschläge kommt bei den aktiven Fans nicht gut an. Das sei enttäuschend und demotivierend für alle, die viel Arbeit in ihr Herzensprojekt gesteckt hätten, so der Tenor in den Kommentaren. Dass Lego nicht alle Wünsche verwirklichen kann, leuchtet den meisten dabei ein. Beklagt wird aber, dass die Gründe für die Ablehnung nicht transparenter gemacht werden. So droht auch in der nächsten Ideen-Runde wieder für viele Lego-Baumeister ein Dämpfer.


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