. .
News am 12.02.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
2. November 2009, 06:57 Uhr

Massenentlassungen bleiben aus

Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Ansicht von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle und Experten im Winter steigen. Zu Massenentlassungen werde es aber wohl nicht kommen. Prekär ist die Lage allerdings in Deutschlands Schlüsselindustrien.

Auto, Autoindustrie, Wirtschaft, Konjunktur, Arbeitslose

Golf-Produktion in Wolfsburg: Der Autoindustrie droht in den nächsten Jahren ein rasanter Stellenabbau© Philipp Guelland/DDP

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle und Experten aus der Wirtschaft rechnen im Winter mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Deutschland. Massenentlassungen seien in den nächsten Monaten aber nicht zu befürchten, sagte der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, der "Bild"-Zeitung. Der FDP-Politiker Brüderle vertrat im selben Blatt die Auffassung, in zwei bis drei Jahren werde die gröbste Krise überwunden sein.

"Wir sind noch im tiefen Tal, aber es geht langsam bergauf", wird der Minister zitiert. "Jetzt müssen wir Gas geben und so schnell wie möglich für Steuersenkungen sorgen", fügte Brüderle hinzu. Er sei zuversichtlich, "dass wir in zwei bis drei Jahren aus dem Gröbsten raus sind". Allerdings sei zu befürchten, dass die Zahl der Arbeitslosen im Lauf des Winters noch ansteigen werde.

Über die Zukunft des Opel-Konzerns äußerte sich der Bundeswirtschaftsminister verhalten zuversichtlich. "Opel baut hervorragende Autos", sagte Brüderle. Weltweit würden aber zu viele Autos gebaut, für die es keinen Markt gebe. "Opel muss die Chance bekommen, in einem fairen Wettbewerb mitzumachen. Das ist keine Garantie für die Zukunft, aber eine echte Chance", fügte der Minister hinzu.

Stellenabbau vor allem in der Automobilindustrie

Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Walter nannte die Lage auf dem Arbeitsmarkt "deutlich besser als erwartet". Man könne sicher nicht von Entwarnung sprechen. Er rechne aber nicht mit Massenentlassungen in den Wintermonaten. Die Beschäftigungsentwicklung in den letzten drei Monaten habe gezeigt, dass sich die Finanzkrise nicht so massiv ausgewirkt habe wie erwartet. Daher sei die Prognose von durchschnittlich 4,5 Millionen Arbeitslosen für 2010 zu pessimistisch. "Es werden mindestens 200.000 bis 300.000 weniger sein", sagte Walter voraus.

Besonders angespannt bleibe die Lage jedoch in den Bereichen Auto, Zulieferer und Teile des Maschinenbaus. Dort sei angesichts der schlechten Auftragslage mit einer nennenswerten Zahl von Pleiten und einem deutlichen Belegschaftsabbau zu rechnen.

Die Tageszeitung "Die Welt" berichtete über eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Danach könnte die Zahl der Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie bis 2013 um rund 110.000 bis 130.000 Stellen zurückgehen. Der Abbau von Arbeitsplätzen droht demnach bei Herstellern, Zulieferern, im Handel sowie im Service und in Werkstätten. Insgesamt werde die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Automobilindustrie von heute 1,4 Millionen auf 1,27 bis 1,29 Millionen sinken.

AP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Arbeitsmarkt Warum die Deutschen noch arbeiten dürfen

In den USA haben Firmen in der Krise massenhaft Mitarbeiter entlassen. In Deutschland ist die Situation am Arbeitsmarkt dagegen noch überraschend positiv. Warum eigentlich? mehr...

Arbeitslosenzahl im Oktober Arbeitsmarkt trotzt der Krise

Überraschung am Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober unerwartet deutlich auf 3,2 Millionen gesunken. Die Experten bleiben dennoch auf der Hut. mehr...

Konjunktur Guttenberg zieht nach

Die Wirtschaftsforscher legten vor, der Wirtschaftsminister zog nach: Auch Karl-Theodor zu Guttenberg gibt sich hoffnungsvoll und rechnet jetzt für das kommende Jahr mit 1,2 Prozent Wachstum. So sieht der Minister denn auch genügend Spielraum für Steuerentlastungen. mehr...

 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (7/2012)
Unser täglich Fleisch