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7. November 2009, 12:27 Uhr
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Bundesagentur rechnet 2010 mit Milliardendefizit

Während sich die Bürger ohnehin fragen, wie die von der Koalition versprochenen Steuerentlastungen finanziert werden sollen, muss die Bundesregierung nun wohl ein weiteres Milliardenloch stopfen: Die Bundesagentur für Arbeit rechnet im kommenden Jahr mit einem Defizit von 17,8 Milliarden Euro.

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Noch hat die Bundesagentur für Arbeit Rücklagen, doch kommendes Jahr droht ein Milliardendefizit© Christof Stache/AP

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet für das Jahr 2010 mit Mehrausgaben von fünf Milliarden Euro und einem Defizit von 17,8 Milliarden Euro. Die Sprecherin Adriana Galunic bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Sie wies darauf hin, dass die BA ursprünglich sogar mit einem ungedeckten Betrag von 20 Milliarden rechnete, weil sie von einer steigenden Arbeitslosenzahl ausging.

In diesem Jahr könne das Defizit noch komplett aus den Rücklagen gedeckt werden, 2010 jedoch würden daraus nur noch 1,8 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. "Das verbleibende Defizit in Höhe von 16 Milliarden Euro muss der Bund mit Darlehen beziehungsweise einem Zuschuss ausgleichen", zitiert das Magazin aus dem Entwurf des Haushaltsplan 2010 der Behörde, der am Freitag vom Verwaltungsrat verabschiedet werden soll

Zwtl: Mehr Ausgaben für Arbeitslosengeld I

Die Sprecherin bestätigte, dass die BA mit Ausgaben von knapp 54 Milliarden Euro und Einnahmen von 36,1 Milliarden rechnet. Allein für das Arbeitslosengeld I sind 22,5 Milliarden Euro veranschlagt, das sind etwa 4,8 Milliarden Euro mehr als 2009. Geringer als im Vorjahr dürften mit drei Milliarden Euro 2010 dagegen die Aufwendungen für das konjunkturelle Kurzarbeitergeld ausfallen, da die BA-Fachleute im Schnitt nur noch mit gut 530.000 Leistungsempfängern rechnen.

Bei ihren Berechnungen legten die Experten die gesamtwirtschaftlichen Eckdaten der Bundesregierung für das kommende Jahr zugrunde, die von einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 1,2 Prozent und knapp 4,1 Millionen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt ausgehen.

AP
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Xennia (07.11.2009, 13:47 Uhr)
gesteuerte Berichterstattung
Die Bundesagentur für Arbeit möchte in Zukunft die Berichterstattung für die
Print- und Online Presse in den Medien steuern und bietet ab diesen Monat komplett aufbereitete Artikel an. Ist die o. a. Nachricht eine der ersten in diesem Stile? Dieser "Service" bedeutet einen weiteren Schritt in Richtung
Berlusconisierung" der hiesigen Medienberichterstattung. Die geschönten Arbeitsmarktzahlen werden dann wohl noch weniger von den Medien in Frage gestellt werden.
confused (07.11.2009, 13:39 Uhr)
Geld zum Fenster rauswerfen
da ist die Agentur für Arbeit am besten drin.
Ich war Arbeitslos vor ca. einem dreiviertel Jahr. Habe in meiner Vergangenheit, Coachings gegeben, habe Schulungen besucht, war Stellvertretender Teamleader, sprich weiss wie man bei Vorstellungsgesprächen auftreten sollte, und vor allem wie man sich optimal gibt.
Das erste was man beim Arbeitsamt machen ging war mich in ein 8 Wochen Seminar schicken, für Bewerbungstraining. Dies obwohl der obigen Angaben und obwohl ich im Vorfeld auf keine meiner Verschickten Bewerbungsmappen und Onlinebewerbungen eine direkte Absage bekommen hatte sondern mich immer Persönlich vorstellen durfte.
Zu dem Lehrgang bin ich nicht bedingt das ich zum Glück vorher neue Arbeit fand, das einzige was ich bin ist nochmals zu der Tante beim Arbeitsamt, um ihr mitzuteilen das sie am besten einmal einen Lehrgang für Menschenkenntnisse besuchen sollte anstelle unsere Steuergelder zu verschwenden.
seppilein (07.11.2009, 13:12 Uhr)
wie ist es möglich ... ,
dass die Kosten steigen ... und die Zahl er Arbeitslosen konstant bleibt?

Wird da vielleicht nicht "ganz ehrlich" gearbeitet - mit den vielen Maßnahmen und Statistiken?

Und ich dachte immer, dass der Aufschwung noch kommen würde.

Seltsam, seltsam ... !
Plancklala (07.11.2009, 13:05 Uhr)
Wirklich erstaunlich...
...das die Agentur so ein minus macht, wenn sie unheimliche Mengen an Geld in sogenannte "Maßnahmen" steckt. Von der Wirtschaft über Kommunen bis hin zu Jungunternehmern verdienen alle fleißig an der Agentur für Arbeit. Jede Beschäftigungsmaßnahme kostet noch einmal "Aufwandsentschädigung". So kann man sich die Statistiken schön kaufen und mit erhöhtem finanziellen Aufkommen dafür sorgen, das die Beziehnden bloß sich nicht mehr an ihrem Leben erfreuen können, als der Gutverdiener.
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