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10. November 2008, 09:40 Uhr

Umsätze deutlich eingebrochen

Die Umsätze der deutschen Industrie sind im September so stark gesunken wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Besonders stark betroffen war das Exportgeschäft. Grund für das schlechte Ergebnis ist aber nicht allein die Finanzkrise.

Industrie, Export, Konjunktur, Einbruch

Die Aussichten für die Industrieproduktion sind laut Wirtschaftsministerium "stark eingetrübt"© Theo Heimann/DDP

Die deutsche Industrie hat im September den stärksten Umsatzeinbruch seit der Wiedervereinigung erlitten. Im Verarbeitenden Gewerbe sank der Umsatz bereinigt um Preis- und Saisoneffekte um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Das schlechte Ergebnis ist aber nicht allein auf die Finanzkrise und die Konjunkturflaute zurückzuführen: Wegen der ungewöhnlich geringen Zahl an Ferientagen war der Umsatz im August mit 4,4 Prozent so stark gestiegen wie noch nie seit Erhebungsbeginn 1991. "Jetzt sehen wir eine Gegenbewegung", sagte ein Statistiker.

Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat liefen die Geschäfte schlechter. Der Umsatzrückgang fiel mit zwei Prozent so stark aus wie seit fünf Jahren nicht mehr. Besonders große Einbußen gab es im Exportgeschäft, das um 3,1 Prozent schrumpfte. Im Inland wurden 1,1 Prozent weniger erlöst. Auf Wachstumskurs blieben die Maschinenbauer, die mit 2,9 Prozent das größte Umsatzplus aller Branchen meldeten. Die Produzenten von Rundfunk- und Nachrichtentechnik mussten dagegen mit 9,2 Prozent den kräftigsten Rückgang hinnehmen.

Von Januar bis September setzte das Verarbeitende Gewerbe 2,4 Prozent mehr um als vor Jahresfrist. Inlands- und Auslandsgeschäft entwickelten sich dabei nahezu gleich stark.

Reuters
 
 
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