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9. Oktober 2009, 09:14 Uhr
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Neue Preisschlacht sorgt Arbeitnehmer

Die Discounter senken die Preise - drastisch und auf breiter Front. Ein Grund zum Jubeln? "Auf jeden Fall", sagt der Verbraucher, "nein", sagen die Gewerkschafter. Sie warnen vor ruinösem Wettbewerb in einer Branche, in der die Angestellten nicht unbedingt auf Rosen gebettet werden.

Discounter, Preisschlacht, Aldi, Lidl, NGG

Hauptsache billig: das ist derzeit das Credo im Lebensmittelhandel© Michael Probst/AP

Angesichts massiver Preissenkungen bei zahlreichen Discountern warnt die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) vor einem ruinösen Wettbewerb. Die Folge dieser Preisschlacht könnte ein Verdrängungswettbewerb sein, sagte der NGG-Vorsitzende Franz- Josef Möllenberg der "Berliner Zeitung". Er zeigte sich besorgt: Am Ende werde die mittelständisch geprägte Ernährungsindustrie die Zeche zahlen. Aber auch die Beschäftigten des Einzelhandels hätten darunter zu leiden. "Wenn die Discounter wirklich so gut verdienen, dass sie noch Luft nach unten bei den Preisen haben, dann sollten sie lieber den Beschäftigten höhere Löhne zahlen und die Arbeitsbedingungen verbessern", forderte Möllenberg.

Führende Discounter hatten am Donnerstag zum zehnten Mal in diesem Jahr bei Lebensmitteln den Rotstift angesetzt. Der Billiganbieter Aldi senkte am Donnerstag auf einen Schlag bei rund 30 Artikeln die Preise. Der größte deutsche Lebensmittelhändler Edeka, zu dem auch der Discounter Netto gehört, kündigte umgehend an, in seinem Preiseinstiegssegment mit Aldi gleichzuziehen.

Netto senkte bei 30 Artikeln die Preise. Penny, das zum zweitgrößten Lebensmittelhändler in Deutschland - Rewe - gehört, reduzierte mehr als 50 Artikel. Auch der Aldi-Rivale Lidl reagierte am Donnerstag, ohne Details zu nennen.

DPA
KOMMENTARE (10 von 17)
 
MichaF (10.10.2009, 23:48 Uhr)
@knilch
Das IKEA ein Discounter ist halte ich für ein übles Gerücht.
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Die haben ein paar recht günstige Regale und andere Produkte auf denen der Ruf beruht, aber ansonsten hat IKEA keine Discountpreise.
- Sowas kann eigentlich nur jemand behaupten der bei der Suche nach günstigen Preisen dem Mainstream folgt ohne Preise zu vergleichen.
knilch_59 (09.10.2009, 23:01 Uhr)
Die Kraft von Aldi & Co
schöpft sich aus dem Unwillen zur Solidarität der Mitte. Nur mit Kunden aus der Unterschicht, die zwingend auf niedrige Preise angewiesen sind, wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Daran dem Euro die Schuld zu geben, ist ebenso völlig schwachsinnig wie die Schuld bei den Gewerkschaften zu suchen.
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Allmählich beginnt die Egomanie auch auf diejenigen zurückzuschlagen, die sie ausgelöst haben. Die beginnende Monopolbildung drückt nicht nur mehr auf die Margen bei den Arbeitsbedingungen, sondern auch bei den Erzeugern. Die gleiche Kaltschnäuzigkeit, mit der uns das egal ist, zu welchen Konditionen unser Kram in Vietnam oder China produziert wird, wirkt eben jetzt auch in der Lebensmittelerzeugung. Das Erschrecken darüber ist entweder geheuchelt oder Ausdruck faszinierender kollektiver Dummheit.
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Als bekennender Zyniker, der seit jeher nicht bei ALDI, LIDL, Schlecker, KiK RENO und IKEA kauft, lese ich die Aufgeregtheiten hier mit großem Spaß! Bitte mehr davon!
utospatz (09.10.2009, 21:29 Uhr)
Was wollen die Gewerkschaften denn anderes
sagen? Ihre Oberwasserköpfe sitzen nun mal in allen Vorständen! Die Energieversorger-Mafia schöpft seit Jahren die Kaufkraft des Volkes ab, in krimineller Manier, und in Berlin reiben sich christlich, soziale stillschweigend die Ohren und Augen. Schlieslich müssen die schweigen, denn all ihre Ex-Minister, Ex-Staatssekretäre tummeln sich in deren Vorständen, und Aufsichtsräten! Oh Herr reiche mir einen Flammenwerfer, und jedem Hartz-Puff-Empfänger geht es ab morgen besser!
hardius (09.10.2009, 19:51 Uhr)
Das ist ungut
Ich kaufe auch gern preiswert ein. Aber eben preiswert, das heißt, daß etwas seinen Preis wert ist!
Alles andere führt zu unanständigem Lohndumping mit Spirale nach ganz, ganz unten.
Ich befürchte, die Preise schlagen irgendwann ins Gegenteil um, ohne, daß die Löhne steigen.
Schau'n wir mal!
MichaF (09.10.2009, 19:21 Uhr)
Lohndumping?
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe verdienen VerkäuferInnen bei Lidl und Aldi mehr als die KollegInnen in den Supermärkten.
Allerdings ist der Stress bei den Discountern höher weil die pro Filiale weniger Personal beschäftigen als Supermärkte. (Daher auch die langen Schlangen zu Stoßzeiten dort)
Guenther100 (09.10.2009, 17:31 Uhr)
Preise sinken und der Michel weint
und blökt: Der böse Euro ist schuld. Was er wohl blöken würde, wenn die Preise stiegen?
Louyi (09.10.2009, 14:34 Uhr)
Aldi, Lidl&co ist längst für die Verbraucher der Wolf im Schaftspelz
@ einige Komentatoren vor mir -
schon mal nachgedacht?
Nicht der Euro -gleich teuro ist schuld sondern die Gier von nicht wenigen Unternehmen - Aufgrund ihrer enstandenen, auch zugalssenenen Marktmacht und Monopolartigen Strukturen
der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland können die Discounter -allen voran Aldi und Lidl die Arbeitsbedingungen, und die Preise manipulieren und diktieren wie es gerade in ihr Marktverdrängungssystem auf Kosten anderer passt.
Macht ?Billig? und die Rabattschlachten von Aldi.Lidl&Co wirklich Sinn ?oder ist es letztendlich zur sozialen Abwärtspriale geworden !? Noch nicht gemerkt? ?Billig? macht über den telllerand betrachtet abhängig und arm gleichzeitig.

Was wären H4 Menschen ohne Aldi&Co? Oder sind sie erst dadurch zu Arbeitslosen inkl. H4 geworden?!
ein paar Infos dazu:
http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/12805LBZeitfragen.html

Die Discounterkönige verdienen doppelt- an den eigenen Mitarbeitern und an denen
die ebenfalls keine gescheiten Löhne mehr haben ? davon gibt?s immer mehr ? wer zahlt noch anständige Löhne - das Eine bedingt das Andere-
Letztendlich sind die Billligheimer Ursache und Profiteure gleichzeitig. Mitarbeiter/Arbeitnehmerinteressen und Verbraucherinteressen - sind nur vermeintlich konträr - irgendwann trifft sich beides zu Nachteil. Um das zu kapieren, sollte man nur ein bisschen Konsumbewußter einkaufen und krischer die heutige Arbeitswelt inkl. ihre unmoralischen, Super- Protagonisten und Konzerne ? die Inhaber meistens Multimilliardäre (alle Discounter sind dies inzwischen nicht durch faire Preise und Arbeitsbedingungen sondern durch die Abhängigkeit (Arbeitlosigkeit) aber auch durch Dummheit und Unwissen des kleinen über 80% flexiblen, Mini, Teilzeit, Halbtagskraft Angestellten, bzw. Frauen - geworden. Das sind keine Arbeitsplätze sondern Arbeitlose auf Abruf . Auch in der Politik sollte man sich endlich darüber Gedanken machen ? statt Unternehmen ohne Arbeitsrechte in Deutschland schalten und walten lassen auf Kosten der Gesellschaft. !)

http://www.cvengineering.ch/politikritik/index-Dateien/Discounter.htm

http://www.welt.de/wirtschaft/article2136129/Aldi_und_Co_haben_zu_viele_Filialen_gebaut.html

http://www.blog.michas-gedanken.de/index.php/aldi-lidl-und-co-profitieren-von-hungerlohnen/

http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=3024
cokommentator (09.10.2009, 14:20 Uhr)
Die Crux an der Sache ist doch...
...dass die Gewinne der Preisdrücker bleiben sollen. Das führt dazu, dass die Lieferanten und die eigenen Arbeitnehmer ins Knie geschossen werden. Beide sollen mit weniger zurechtkommen. Wie, ist den Preisdrückern egal. Schließlich geht es ihnen gut. Was soll also das Wehklagen?! Ach so, wer glaubt es würde sich jetzt was zum Guten ändern, hat Recht. Ist nur die Frage für wen?!
raptor-xl (09.10.2009, 13:19 Uhr)
alle subventionen helfen nicht...
...und auch die stützungsprogramme sind am ende. wir haben die wahl gehabt, nun ist schluss mit baugeldern, abwrackprämien, usw.
uns erreicht nur das, was in anderen staaten der eu längst da ist. die inflation und der verlust der kaufkraft. vor drei wochen in london gewesen. markenjeans seit monaten 50% dicount, pc-spiele nicht 50 euro wie hier, sondern 32,- und so geht es weiter... aber keiner kaufts. die engländer haben krise, kein geld und wenn, dann horten sie es. wenn bei uns die kurzarbeit aufhört und die arbeitslosen um ein paar hunderttausend steigt, dann gehts hier auch ab in den keller... wohl dem, der geld hat! alle anderen sind gekniffen. jetzt rächt es sich, dass der deutsche verbraucher die krise ignoriert hatte und dachte, der staat rettet uns und bezahlt alles. wovon denn bitte????
tolate (09.10.2009, 12:58 Uhr)
Euro/Pfund
Also um ehrlich zu sein, einen einzigen Vorteil erkenne ich im Moment obwohl ich ?Gegner bin. Der Euro ist recht Stabil, was man von dem Britischen Pfund nicht gerade behaupten kann. Der ist nähmlich gerade noch soviel wie 1 ? wert. Die haben jetzt massive Probleme. Ich habe eigentlich nichts gegen den Euro an sich wenn sich die Preise eben auch wie die Löhne entwickelt hätten, nähmlich schlicht und ergreifend halbiert. so ist das einfach nur Beschiss - auf dem Rücken der schwächeren.
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