Kampf gegen die Inflation: Mit der Zinserhöhung hat die Europäische Zentralbank der Preisstabilität eindeutig Vorrang vor einer möglichen Konjunkturabschwächung gegeben. Doch was genau steht dahinter? Wie hängen Zins und Preisniveau zusammen? Fünf Fragen - fünf Antworten. Von Lisa Louis

Europas Währungshüter: Die Europäische Zentralbank in Frankfurt/ Main hat den Leitzins auf 4,25 Prozent erhöht© Uwe Anspach/DPA
Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) war vorauszusehen: Sie hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent angehoben. Damit ist dessen Niveau so hoch wie seit knapp sieben Jahren nicht mehr.
Die EZB nimmt mit dem Zinsbeschluss ihren vor mehr als einem Jahr wegen der Finanzkrise unterbrochenen Kampf gegen die Inflation wieder auf. Die Teuerungsrate in der Währungsunion war zuletzt wegen explodierender Energie- und Nahrungsmittelpreise auf den Rekordwert von vier Prozent gestiegen. "Die Inflation ist die Sorge Nummer eins der Bürger Europas. Sie können auf uns zählen. Wir werden tun, was nötig ist, um Preisstabilität zu gewährleisten", sagte Notenbankchef Jean-Claude Trichet.
Der Grund für die Zinserhöhung: Die Notenbank ist besorgt über eine zu hohe Inflation im Euroraum. Doch was genau steht hinter dieser Begründung? Was hat der Leitzins mit dem Preisniveau zu tun und inwiefern betrifft das die EZB? stern.de gibt Antworten.