Die Stimmung bleibt schlecht

25. März 2009, 10:12 Uhr

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im März nochmals verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex gab wie von vielen Experten erwartet nach. Vor allem die aktuelle Geschäftslage von den Unternehmen wurde nochmals negativer beurteilt.

Ifo-Index, Geschäftsklima

Von einer merklichen Besserung der wirtschaftlichen Lage gehen die Unternehmen nicht aus©

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im März weiter eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel zum Vormonat um einen halben Punkt auf 82,1 Zähler, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Fall des Stimmungsbarometers auf 82,2 Punkte erwartet. "Nach Ansicht der befragten Unternehmen ist die konjunkturelle Talsohle noch nicht erreicht", sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Die Lage schätzten die 7000 befragten Manager erneut schlechter ein. Die Aussichten für die kommenden sechs Monate bewerteten sie dagegen zum dritten Mal in Folge positiver.

Der weltweite Konjunktureinbruch hat die exportlastige deutsche Wirtschaft besonders hart getroffen. Die Unternehmen haben zu Jahresbeginn die Produktion wegen einbrechender Aufträge so stark zurückgefahren wie seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr. Der Außenhandelsverband erwartet, dass die Ausfuhren dieses Jahr um bis zu 15 Prozent zurückgehen werden. Ifo-Chef Sinn rechnet mit einer langwierigen Rezession, in der die Wirtschaftsleistung dieses Jahr um mehr als vier Prozent schrumpfen wird. Damit steht der Ökonom allerdings nicht an der Spitze der Konjunkturpessimisten: Die Deutsche Bank geht von einem Minus beim Bruttoinlandsprodukt von fünf Prozent aus, die Commerzbank gar von minus sechs bis minus sieben Prozent.

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KOMMENTARE (2 von 2)
 
Westerle.Merkwelle (25.03.2009, 15:01 Uhr)
Sumpf aus Gier und Spekulation trockenlegen
Die Linke ist die einzige Partei, die Konsequenz die Schuldigen der Wirtschaftskrise beim Namen nennt und die notwendigen Maßnahmen Vorschlägt. Aber wenn jetzt sogar ein CDU Ministerpräsident namens Rütgers - das ist der selbstgekürte Arbeiterführer in NRW - von einer Systemkrise spricht, dann muss jedem klar sein, dass die Möglichkeiten begrenzt sind, um die sinkende Titanic namens Kapitalismus vor dem Untergang zu bewahren.
Lothar Bisky (linksfraktion.de) antwortete gestern im Bundestag auf die Regierungserklärung, in der sich Kanzlerin Merkel zum Europäischen Rat und zum G20-Gipfel am 19. und 20. März 2009 äußerte. Er forderte kurzfristig einen Rettungsschirm für die Menschen und langfristig einen grundlegenden Wechsel der Politik der Bundesregierung und der Europäischen Union.
Wir müssen weg von einer Politik für eine Minderheit der Reichen und hin zu einer Politik, in deren Mittelpunkt die Interessen der Bürgerinnen und Bürger und die Bewältigung der globalen Herausforderungen stehen.
Nur so haben wir eine Chance, aus der Krise zu kommen.
starmax (25.03.2009, 11:45 Uhr)
...und wird bald viel schlechter!
Wenn die Wahrheit ans Licht kommt über die immense Verschuldung, die Rentenlüge, die Garantie-Lüge etc.
Das alles wird zu Halbierung (und weniger!) von Renten, Pensions- und Versicherungsansprüchen führen! Der Staat wird (nein, die Politiker werden) mit Hyperinflation gegensteuern, um Pöstchen zu retten, so lange wie möglich.
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