Bahn entschuldigt sich mit Gutscheinen bei Pendlern

30. August 2013, 11:54 Uhr

Nach dem Stellwerkchaos in Mainz will die Deutsche Bahn ihren Kunden "etwas Gutes tun": Mit Gutscheinen werden Pendler für die massiven Zugausfälle entschädigt. Das gilt jedoch nur für Stammkunden.

Bahn, Mainz, Entschädigung, Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn will Stammkunden für die wochenlangen Zugausfälle in Mainz entschädigen.©

Die Bahn will Stammkunden für die wochenlangen massiven Zugausfälle am Mainzer Hauptbahnhof mit Reisegutscheinen und Gutschriften entschädigen. Inhaber von Abo-, Jobticket- oder Zeitkarten aus dem Raum Mainz sollen bis zu 50 Euro erstattet bekommen, teilte die Deutsche Bahn am Freitag in Berlin mit. "Mit dem Angebot einer freiwilligen Kulanzleistung wollen wir unseren Stammkunden etwas Gutes tun und verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückgewinnen", erklärte der Vorstand Personenverkehr, Ulrich Homburg. Schüler und Auszubildende erhielten geringere Beträge von bis zu 25 Euro, da diese wegen der Ferienzeit von den Mainzer Problemen "weniger betroffen" gewesen seien. Zum Vergleich: Eine Monatskarte kostet beispielsweise für die Pendlerstrecke Koblenz-Mainz im Jahresabo um die 2500 Euro.

Für die Entschädigung müssten Pendler eine für den August gültige Zeitkarte vorweisen. Die "freiwilligen Kulanzleistungen" des Konzerns könnten bis zum 30. September beantragt werden. Formulare gebe es in Reisezentren der Bahn in der Region.

Am Mainzer Hauptbahnhof hatten Personalengpässe im Stellwerk für Zugausfälle und erhebliche Einschränkungen im Zugverkehr gesorgt. Fernverkehrszüge wie ICE wurden teils umgeleitet oder hielten an anderen Bahnhöfen. Es kam zu zahlreichen Verspätungen. Nach massiver öffentlicher Kritik legte die Bahn einen Plan vor, den Zugverkehr in Mainz wieder schrittweise zu normalisieren.

Nach dem Chaos der vergangenen Wochen soll der Zugverkehr am Hauptbahnhof in Mainz ab diesem Wochenende wieder normal rollen. Es bleibe bei der Ankündigung von Mitte August, den "Regelbetrieb in Mainz mit dem kommenden Wochenende wieder aufzunehmen", erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Freitag.

Der Konzern erklärte sich als Reaktion auf die Probleme in Mainz nach Verhandlungen mit Gewerkschaft und Betriebsrat zudem bereit, seine Personalplanung für das kommende Jahr nochmals auf den Prüfstand stellen zu wollen. Arbeitnehmervertreter hatten nicht nur Personalengpässe in Stellwerken der Deutschen Bahn kritisiert, sondern auch an anderen Stellen im Unternehmen wie bei Lokführern und Zugbegleitern.

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