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Neues Köln-Logo wird mit Spott überschüttet

Der Dom, der Rhein: Die Zutaten für das neue Marketing-Logo der Stadt Köln liegen nahe. Erstaunlich, dass dafür jemand 40.000 Euro kassiert. Die Kölner spotten im Netz und machen eigene Vorschläge.

Von Daniel Bakir

  So sieht's aus, das neue Marketing-Logo der Stadt Köln

So sieht's aus, das neue Marketing-Logo der Stadt Köln

  • Daniel Bakir

Wenn man einen Kölner fragt, was das Markenzeichen der Stadt ist, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass als Antwort "dä Dom" kommt, bei nahezu 100 Prozent. Und zum Dom gehört natürlich der Rhein, soviel ist klar. Insofern hat die Agentur Boros gar nicht so viel falsch gemacht, als die Stadt Köln sie beauftragte, ein Marketinglogo für den Standort zu entwerfen: Dom und Rhein, stilisiert, aufs Wesentliche reduziert. Super.

Das finden allerdings nicht alle Kölner. Denn das Logo hat die Stadt immerhin 40.000 Euro gekostet. Man könnte sagen: 20.000 Euro für jeden Federstrich. Dieses Geld hätte man natürlich auch woanders investieren können, zum Beispiel in einen Kindergarten. Zumal einige Bürger sowieso der Meinung sind, eine Kinderhand hätte ein besseres Ergebnis zustande gebracht.

Während die Wirtschaftsdezernentin der Stadt noch im allerschlimmsten PR-Sprech jubelt ("Die Stadt Köln und die am Markenprozess beteiligten Partner haben mit dem vorliegenden Kommunikationsmuster die entscheidende Voraussetzung dafür geschaffen, dass der Kölner Markenprozess deutlich wahrnehmbar und wiedererkennbar wird."), lässt das Volk seinem Unmut freien Lauf: "Die Farben assoziiere ich mit Kariesprophylaxe und Zahnarztpraxis", "Es schaut aus wie das - missglückte - Logo einer kleinen Gas-Wasser-Installationsfirma" oder "Ist das die Isar, die durch das M von München fließt?" sind beispielhafte Kommentare von der Facebookseite des Kölner Stadt-Anzeigers. Dass der Rhein durch den Dom fließt, finden die hochwassergeplagten Kölner auch nicht besonders glücklich.

Auf Twitter zerreißen sich Kölner und Nicht-Kölner seit der Vorstellung des Markenzeichens am Montag das Maul. Den stern-Kollegen Oliver Creutz etwa erinnert das Logo an ein neues Kapitel im verpatzten U-Bahn-Bau.

Oder handelt es sich um die sportliche Berg- und Talfahrt des 1. FC Köln?

Es könnte natürlich auch eine Anspielung auf laufende Bauarbeiten sein.

Mittlerweile kursieren sogar schon Abwandlungen des Logos.

Grünen-Politiker Volker Beck glänzt mit einem noch minimalistischeren Vorschlag.

Und Dschungelcamp-Autor Mickey Beisenherz steuert einen politisch unkorrekten Entwurf für Rostock bei.

Hier können Sie dem Verfasser auch auf Twitter folgen.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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